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Durch Streamingdienste verdienen Musiklabels heutzutage gut. Doch durch sogenannte Streamrippers können Kunden die Songs abspeichern. Ob das legal ist, ist nicht ganz geklärt. Foto: Daniel Bockwoldt

Streamripping

Darf man Musik aus dem Internet speichern?

CD's sind aus vielen Regalen verschwunden. Unzählige Hörer speichern die Songs mithilfe eines Streamrippers. Doch verstößt man dabei gegen das Urheberrecht?

Berlin (dpa/tmn) - Musiklabels verdienen einen großen Teil ihrer Umsätze über Streamingdienste wie Spotify, Deezer oder Apple Music. Inzwischen speichern allerdings knapp die Hälfte der 16- bis 24-Jährigen mit einem Streamripper diese Lieder auf dem Computer. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung.

Ist das überhaupt legal? Ob das sogenannte Streamripping gegen das Gesetz verstößt, könne man nicht pauschal beantworten, sagt der Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Ansgar Koreng. "Man darf zu privaten Zwecken Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken auch ohne die Erlaubnis des Rechteinhabers speichern", erklärt er. Das gelte aber nur, wenn man diese nicht weiterverkaufe oder sie nicht von einer illegalen Seite heruntergeladen wurden. Außerdem dürfe man dabei keinen Kopierschutz umgehen. "Bei diesem Begriff gibt es aber rechtliche Auslegungsprobleme", sagt Ansgar Koreng.

Schlimmstenfalls drohen bei einem Verstoß gegen das Urheberrecht Geld- oder sogar eine Freiheitsstrafe. "Bei einem Ersttäter würde wohl erstmal eine geringe Geldstrafe dabei rauskommen", erklärt der Anwalt. "Aber das ist alles eine Frage des Einzelfalls."

Music Consumer Insight Report 2016 vom Branchenverband der Tonträgerhersteller

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