"Das Blütenmuseum" von Sandra Knapp

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<P>Ob Magnolien, Rosen oder Tulpen. Um unsere Kulturpflanzen ranken sich viele Geschichten und Anekdoten. Von ihrer Entdeckung über die Züchtung bis hin zu ihrer modernen Nutzung.<BR><BR>Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn beschreibt die Botanikerin Sandra Knapp in ihrem neuen Bildband "Das Blütenmuseum" die 20 wichtigsten Kulturpflanzen, die aus aller Herren Länder den Weg in unsere Gärten, auf unsere Balkone oder in unsere Gewächshäuser gefunden haben.<BR><BR>Knapp beleuchtet die Züchtung der Ziersorten sowohl von der historischen Seite, als auch von der wissenschaftlichen. Ergänzt werden die spannend und sehr informativ geschriebenen Texte von großformatigen, gezeichneten Illustrationen verschiedener Künstler. Die Bilder verdeutlichen auf eindringliche Weise die große Vielfalt der Kulturpflanzen, wie etwa der der Magnolien, die zu den ursprünglichsten Blütenpflanzen zählen. Über 100 000 Jahre alte Versteinerungen von Blütenpflanzen, die wie die heutigen Magnolien aussehen, hat man schon in den USA gefunden. Nach Europa gelangten die Magnolien im 17. Jahrhundert im Zuge der Kolonialisierung der Ostküste der USA durch die Briten. <BR><BR>Wenngleich die ersten Magnolien auch aus den USA nach Europa gelangten, stammen doch nahezu alle Pflanzen, die heute unsere Gärten schmücken, aus Asien. Magnolien werden schon in chinesischen Kräuterbüchern aus dem 11. Jahrhundert erwähnt. Der zu einem Tonikum verarbeiteten Rinde sprach man therapeutische Eigenschaften zu. Die Knospen sollen gegen Kopfschmerzen, Allergien und Fieber helfen. <BR><BR>Die Autorin geht auch auf die Bedrohung der Pflanzen durch den Menschen ein. 300 000 Arten hat man bis jetzt beschrieben. 100 000 Arten, schätzen die Wissenschaftler, warten noch auf ihre Entdeckung. Viele könnten aussterben, bevor man sie beschreiben wird.<BR></P><P>Das Blütenmuseum von Sandra Knapp, <BR>Verlag Frederking und Thaler, München, 340 Seiten, 300 Abbildungen, <BR>ISBN: 3-89405-477-8; <BR>50 Euro.<BR><BR><BR><BR><BR><BR></P>

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