+
Web-Dienste schnüffeln User aus. Sie können sich dagegen wehren. Fotomontage: Kai Remmers Foto: Kai Remmers

Das schützt vor Tracking durch Facebook und Co.

Facebook und Co. kennen auch Internetnutzer, die keine Mitglieder der Netzwerke sind. Mit den richtigen Zusatzprogrammen für den Internet-Browser ist man vor der Überwachung durch Social-Plug-ins besser geschützt.

Berlin (dpa/tmn) - Browsererweiterungen wie Ghostery, Privacy Badger oder Disconnect schützen vor Verfolgung des eigenen Surfverhaltens durch Internetdienste wie Facebook oder Google. Was viele Nutzer nicht wissen: Auch wer kein Facebook- oder Google-Konto hat, kann über sogenannte Social Plug-ins beobachtet werden.

Diese Plug-ins kommen auf vielen Drittwebseiten im Netz zum Einsatz, etwa um interessante Artikel oder Produkte über soziale Netzwerke an Freunde zu empfehlen. Sie registrieren aber auch Besucher, die nicht bei Facebook eingeloggt sind. Über kleine Dateien, die auf dem Rechner abgelegt werden, sogenannte Cookies, können einzelne Computer dann auch auf anderen Webseiten, auf denen Social Plug-ins zum Einsatz kommen, identifiziert werden.

Mit der richtigen Erweiterung für den Browser kann man sich gegen diese Datensammlung schützen. Der Journalist und Netzaktivist Markus Beckedahl, Chefredakteur der Webseite "netzpolitik.org", empfiehlt das Programm "Ghostery". Das Programm gibt es für alle gängigen Browser sowie für iOS und Android. Nutzer müssen es allerdings auf die persönlichen Bedürfnisse einstellen, sagt Beckedahl. "In der Grundeinstellung macht es Tracking nur sichtbar."

Programme, die übermäßiges Tracking verhindern, gibt es für alle gängigen Browser und auch für die Mobilplattformen Android und iOS. "Da gibt es mittlerweile einen kleinen Markt", sagt Beckedahl. Manche Dienste bieten gegen eine monatliche Gebühr weitgehend anonymisierten Netzzugang. Die meisten Angebote sind allerdings kostenlos. Die Macher hinter "Ghostery" verdienen ihr Geld etwa mit der Analyse von Trackingdaten und deren Verkauf an interessierte Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Nutzer müssen diese Daten allerdings nicht zur Verfügung stellen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Darum sollten Sie diese beliebte Foto-App nicht nutzen
München - Die App „Meitu“ bietet besondere Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Die sozialen Medien toben sich damit gerne aus. Doch für die neuen Filter zahlt man einen …
Darum sollten Sie diese beliebte Foto-App nicht nutzen
Verlage können Hörbücher direkt Apple anbieten
Hörbücher aus dem iTunes-Store bezieht Apple nun nicht mehr ausschließlich von Audible. Das ergaben Verfahren der EU-Kommission und des Bundeskartellamts gegen …
Verlage können Hörbücher direkt Apple anbieten
Darum sollten Sie auf Selfies nie diese Geste machen
München - Sind Selfies gefährlich? Japanische Forscher haben herausgefunden, dass das Handy-Selbstportrait in Kombination mit einer beliebten Geste zum Sicherheitsrisiko …
Darum sollten Sie auf Selfies nie diese Geste machen
Neue Smartphones und virtuelle Displays
Man könnte meinen, auf dem Tisch steht nur ein schnöder Toaster. Doch dahinter steckt der Xperia Projector von Sony. Er wirft Bedienoberflächen an die Wand. Neben diesem …
Neue Smartphones und virtuelle Displays

Kommentare