Datenschützer überprüfen Google-Dienst Buzz

Googles neuer Kurzmeldungsdienst Buzz ist ins Visier von Datenschützern geraten. Die kanadische Datenschutzbeauftragte kündigte einem Bericht der Rundfunkanstalt CBC zufolge an, den Umgang des Unternehmens mit Nutzerinformationen zu untersuchen.

Die US-Verbraucherorganisation EPIC reichte Beschwerde bei der Wettbewerbsbehörde FTC ein. Deutsche Datenschutz-Behörden prüfen derzeit, ob sie zuständig sind. Buzz ähnelt Twitter und Facebook. Nutzer können in Echtzeit Texte, Fotos, Links und Videos verbreiten. Der in der vergangenen Woche vorgestellte Dienst war wegen des laxen Umgangs mit Nutzerdaten in die Kritik geraten. Buzz ist in das E-Mail-Postfach bei Google eingebunden.

Die Kritik hatte sich hauptsächlich daran entzündet, dass das Unternehmen Kontakte, mit denen sich Nutzer besonders häufig per E-Mail und Chat austauschen, automatisch in den Kurzmeldungsdienst übernimmt. Das kann dazu führen, dass Anwender unabsichtlich persönliche Informationen über sich preisgeben. Nach Beschwerden hatte Google Änderungen an dieser Einstellung angekündigt. Künftig übernimmt Buzz die Kontakte nicht automatisch, sondern schlägt sie lediglich vor. Der Suchmaschinen-Riese sorgt mit seiner Datenschutzpolitik regelmäßig für Diskussionen. Derzeit steht das Unternehmen vor allem in der Kritik, weil es für seinen Straßenkartendienst Street View Fotos von ganzen Straßenzügen veröffentlichen will. (dpa)

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