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Nach dem Kauf durch Facebook haben die Entwickler von "Moves" ihre Datenschutz-Regeln geändert.

Facebook wehrt sich

Datenschützer kritisieren Fitness-App

Helsinki - Nutzer der Fitness-App "Moves" sind sauer: Entgegen ihrer früheren Ankündigung behalten sich deren Macher nach dem Kauf durch Facebook vor, ihre Nutzer-Daten weiterzugeben.

Kurswechsel nach Facebook-Deal: Nach der Übernahme durch das weltgrößte soziale Netzwerk sichern die Macher der Fitness-App "Moves" ihren Nutzern keinen Datenschutz mehr zu. Vor rund zwei Wochen hatte die Firma ProtoGeo aus Helsinki noch betont, keine Nutzer-Daten mit denen von Facebook zusammenführen zu wollen - zumindest nicht ohne ausdrückliche Zustimmung der User. Das ist aus Sicht von "Moves" nun passé: Die Privatsphäre-Einstellungen wurden entsprechend geändert.

"Wir dürfen Informationen, darunter auch persönlich identifizierbare, mit unseren Partnern teilen", hatte es auf der Webseite ProtoGeo geheißen. Dazu gehörten Firmen, die "Teil unserer unternehmerischen Gruppe sind, inklusive – aber nicht nur – Facebook". 

Facebook betonte hingegen am Mittwoch, Informationen aus der Sport-Anwendung sollen nicht mit Facebook-Profilen von Nutzern zusammengelegt werden. Bei der Erlaubnis zur Weitergabe von Daten gehe es nur darum, den Betrieb der „Moves“-App mit Hilfe von Facebook-Infrastruktur zu verbessern.

Rund vier Millionen Menschen haben „Moves“ laut heise.de auf ihr Smartphone geladen. Die App zeichnet die zurückgelegte Strecken auf und berechnet unter anderem die beeim Laufen verbrauchten Kalorien.

Auch beim Kauf von WhatsApp durch Facebook hatte es geheißen, der Kurznachrichtendienst werde weiterhin unabhängig agieren, es werde keine Zusammenführung der Daten geben. Der bis zu 19 Milliarden Dollar schwere WhatsApp-Deal hatte Datenschützer aufhorchen lassen. Sie kritisieren unter anderem, dass Facebook die Daten der rund 500 Millionen WhatsApp-Nutzer für kommerzielle Zwecke ausbeuten könnte.

wes

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