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Beim Onlinekauf hinterlässt man in der Regel persönliche Daten. Trotzdem sollte man im Internet sparsam mit Daten umgehen. Foto: Jens Büttner

Datensparsamkeit beugt Identitätsdiebstahl vor

Sobald sensible Daten einer Person im Internet offen auffindbar sind oder abgefischt werden, kann die- oder derjenige Opfer von Cyber-Mobbing oder Betrügereien werden. Kontrolle ist deshalb wichtig.

Berlin (dpa/tmn) - Es müssen bei weitem nicht immer Phishing-Angriffe oder Trojaner sein: Auch wer allzu freizügig mit seinen Daten umgeht, kann schnell mit Identitätsdiebstahl konfrontiert sein. Um einer anderen Person die Identität zu klauen, bedarf es oft nur weniger Informationen.

Allein das Geburtsdatum, der Name und die Adresse einer Person öffneten dem Missbrauch häufig bereits Tür und Tor. Davor warnt das Urheberrechtsportal "iRights.info". Teilweise ließen sich auf dieser Datengrundlage Verträge mit Mobilfunkanbietern ändern oder abschließen.

Und selbst das Einfädeln eines Warenkreditbetrugs sei bereits mit Namen, Adresse und Geburtsdatum eines anderen möglich: Die Betrüger bestellten Produkte, und die Rechnung erhält die Person, deren Identität missbraucht wurde, erklären die Experten in der neuen Broschüre "Spielregeln im Internet".

Grundsätzlich sollte man nach dem Prinzip der Datensparsamkeit verfahren: Daten, die gar nicht erst herausgegeben worden sind, können auch nicht gestohlen oder missbraucht werden. Wer beispielsweise trotz allem in sozialen Netzwerken sein korrektes Geburtsdatum angeben möchte, sollte dies den Angaben zufolge wenigstens nicht gleich der ganzen Welt mitteilen. Und wer Veranstaltungen oder Treffen organisiert, sollte Teilnehmerlisten mit personenbezogenen Daten wie Geburtsdatum und E-Mail-Adresse niemals öffentlich ins Netz stellen.

Auf der anderen Seite gelte es, Datensammler im Netz zu erkennen. Bevor man auf Internetseiten sensible Angaben macht, sollte man prüfen, wie seriös etwa die Buchungsplattform oder die Spendenorganisation ist: Wer ist überhaupt Anbieter oder Betreiber laut Impressum und was steht in den Geschäftsbedingungen? Höchste Vorsicht sei immer dann geboten, wenn im Netz gezielt nach Passwörtern und Kontodaten gefragt wird. Seriöse Unternehmen und Banken forderten solche vertraulichen Daten niemals per E-Mail oder Telefon an, warnt "iRights.info".

Um einen möglichen Missbrauch im Fall der Fälle schnell eindämmen zu können, ist ständige Kontrolle und Überblick wichtig: Dazu gehören das regelmäßige Prüfen der Kontoauszüge und die regelmäßige Recherche im Internet, welche Daten über die eigene Person dort kursieren, erklären die Experten. Wer dabei unterschiedliche Suchmaschinen nutzt, finde gelegentlich auch Seiten und Informationen, die ihm ansonsten verborgen geblieben wären.

Kostenloser Download der Broschüre im PDF-Format

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