Weltraum-Shooter 

Teuerstes Spiel aller Zeiten: So gut ist Destiny

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München - Destiny ist das teuerste Videospiel aller Zeiten und schon jetzt ein Mega-Erfolg. Zum Test des Weltraum-Shooters von Activision.

Action trifft Rollenspiel in einer riesigen post-apokalyptischen Spielwelt. Mit „Destiny“ von „Halo“-Erfinder Bungie betritt das mit rund 500 Millionen US-Dollar Produktionskosten teuerste Videospiel aller Zeiten die Bühne. Der Spieler findet sich auf der Erde wieder, die in Schutt und Asche liegt und auf der fiese Aliens an der Macht sind.

In Destiny werden die Spieler zu Hütern der letzten Stadt auf Erden und können die uralten Ruinen unseres Sonnensystems in einem gemeinsamen, lebendigen Universum zusammen mit anderen Spielern erkunden. Sie reisen durch Umgebungen wie die roten Dünen des Mars oder die üppigen Dschungel der Venus, während sie ihre eigene Legende erschaffen und gemeinsam mit ihren Freunden zu den Sternen reisen, um die Schätze und Geheimnisse zurückerobern, die nach dem Untergang der Menschheit verloren gegangen waren.

Im Spielverlauf landet man an unterschiedlichen Orten auf der ganzen Welt und deckt die Hintergrundgeschichte auf. Das Abenteuer „Destiny“ kann der Spieler alleine erleben oder gemeinsam mit anderen im Koop-Modus. Zieht man also los in die schier unendlichen Weiten, so trifft man immer wieder auf andere Kämpfer-Grüppchen, was häufig in kleineren Scharmützeln endet.

Bevor es los geht, muss man seinen Charakter erstellen: In einer von drei Rollen - Warlock, Jäger oder Titan - kann man die riesige Spielewelt völlig frei erkunden. Jede Rolle hat ihre Vorzüge: Der schwer gepanzerte Titan eignet sich im Nahkampf. Die beweglicheren Jäger eher für Attacken aus dem Hinterhalt. Und die Spezialität des Warlock ist Magie. Alle werden von einer "Ghost" genannten Minidrohne begleitet.

Wunderschöne Welten, bombastische Ballereien

Die enormen Produktionskosten des Spiels manifestieren sich in einer Hammer-Grafik. Vor allem auf den Next-Gen-Konsolen kommen die extrem detailreich gestalteten, wunderschönen Welten voll zur Geltung. Auf den Vorgängerplattformen hingegen wirkt die Optik dagegen etwas verwaschen.   

Die Atmosphäre der Planeten schwankt zwischen den Science-Fiction-Klassikern "Serenity – Flucht in neue Welten" und "Mad Max". Die Optik der vier Hauptplaneten im Spiel fesselt einen und ist Motivation genug, immer weiter in die unbekannten Welten einzudringen. Die extrem realistische Darstellung lässt einen zuweilen vergessen, dass man sich eigentlich in einem Videospiel befindet. Faszinierende Aussichten über futuristische Städte oder die beeindruckende Weite des Sternenhimmels fesseln das Auge. Mit einem Sparrow Bike, das vom Aussehen und von der Steuerung an die Speeder Bikes aus den Star-Wars-Filmen erinnert, erkundet man die Planeten. Die so groß sind, dass es eine Weile dauert, bis man von einem Ende zum anderen kommt.  

Die Ballereien laufen immer flüssig ab, was für extremen Spaß bei den Kämpfen sorgt. Die Feuergefechte sind schnell und bombastisch und machen auch nach stundenlangem Spielen Laune. Von der Spielmechanik ist Destiny sicher der beste Sooter, den es momentan gibt.

Auch die Soundkulisse ist klasse! Egal ob Waffengeräusche, das Gebrüll der Feinde oder die epische Hintergrundmusik: Alles verleiht dem Spiel eine faszinierende Atmosphäre. 

Fazit: Destiny ist ein klasse Shooter mit faszinierendem Science-Fiction-Feeling. Wer bombastische Weltraum-Action liebt oder schon immer fremde Planeten erkunden wollte, kommt an diesem Spiel nicht vorbei. 

Fortsetzungen für Destiny angekündigt  

Wie „Halo“ wird auch „Destiny“ in den kommenden Jahren mit etlichen Fortsetzungen versorgt werden. Das Spiel ist ab 16 Jahren freigegeben und läuft auf Playstation 3 und 4 sowie der Xbox 360 und Xbox One. In der Standard-Variante kostet es für alle Plattformen rund 70 Euro. Es gibt auch Limited Editions für rund 110 Euro mit ergänzenden digitalen Inhalten.

"Destiny“ spielt am ersten Tag 500 Millionen Dollar ein"

Zunächst war es das meistvorbestellte neue Videospiel der Geschichte, gleich nach dem Release folgte der nächste Rekord: "Destiny" hat innerhalb eines Tages mehr als 500 Millionen Dollar eingenommen. Das sei ein neuer Meilenstein für die Spielebranche und ein großer Erfolg für das Unternehmen, sagte der Chef der Spielefirma Activision Blizzard, Bobby Kotick. Das Science-Fiction-Abenteuer aus dem Entwicklungsstudio Bungie war am 9. September in mehr als 178 Ländern auf den Markt gekommen.

„Von Anfang an waren wir überzeugt, dass sich unserer Investment und der Glaube an „Destiny“ auszahlen wird“, sagte Eric Hirshberg, Chef von Activision Publishing. „Destiny“ sei das am ersten Tag am besten verkaufte Konsolen-Spiel in der Geschichte der Branche.

fro/dpa

Rubriklistenbild: © Activision

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