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Hilferuf via Twitter: Schnell wussten alle Bescheid.

Deutsche Bahn mahnt Blogger ab und legt ein Lauffeuer

Die Deutsche Bahn sammelt negative PR: Mit Drohgebährden wollte das Unternehmen ein internes Memo geheim halten. Das Gegenteil wurde erreicht: Der Schrieb wandert durchs Netz.

Das mehrfach ausgezeichnete Blog Netzpolitik hatte ein internes Memo der Deutschen Bahn veröffentlicht, in dem Informationen zur Rasterfahndung im Unternehmen standen. Das war am Samstag.

Am Dienstag erhielt der Betreiber Markus Beckedahl eine Abmahnung der Bahn. Das im öffentlichen Ansehen angeschlagene Unternehmen wollte negative PR vermeiden und verhindern, dass das Memo von Hand zu Hand geht.

Das Gegenteil ist geschehen: Beckedahl bat via Microblog-Dienst Twitter um Hilfe. Sofort sprangen seine Follower ein und verbreiteten das Memo an möglichst vielen Stellen im Netz. Innerhalb von zwei Stunden war die halbe Blogosphäre auf das Thema angesprungen.

Nach zwei Stunden berichtete das österreichische Blog Futurezone über den Vorfall. Der deutsche Branchendienst Horizont veröffentlichte kurz darauf auch einen Bericht. Nach zwei Stunden waren die Parteien aufmerksam geworden und boten Beckedahl ihre Hilfe an. Bisher hat die Deutsche Bahn noch keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht. Twitter sinn- und nutzlos zu nennen, wird angesichts solcher Vorfälle immer schwieriger.

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