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Wo die Diamanten versteckt sind, wissen nur die Räuber.

Diamantenräuber spricht erstmals über weltgrößten Coup

Wie aus einem Film klingt die Geschichte von Leonardo Notarbartolo, der den weltgrößten Diamantenraub leitete. Nach sechs Jahren im Gefängnis spricht er über den Plan.

Es hört sich an wie die Szenerie zu Ocean's Eleven oder zu einem Buch über den Meisterdieb Arsène Lupin. Tresor-Experten spielen darin eine Rolle, kriminelle Diamantenhändler und eine in einem Stift versteckte Kamera.

Nie wollte Leonardo Notarbartolo mit Journalisten sprechen. Schweigend ging er nach dem Raub 2003 für sechs Jahre ins Gefängnis. Die Beute wurde nie gefunden. Edelsteine im Wert von 100 Millionen Dollar (80 Millionen Euro) hatten sie aus dem Diamond Center im Diamantenviertel Antwerpens gestohlen. Die größte Summe soweit. Journalisten mutmaßten, rekonstruierten den Coup anhand der Informationen, die es von der Polizei gab. In dem Artikel "Sensationelle Diebstähle" von TruTV.com steht der Coup auf Platz zwei.

Nun spricht der etwa 57-Jährige erstmals. Das Magazin Wired bringt in der am 24. März erscheinenden englischen Ausgabe ein Interview mit dem Diamantenräuber. Online ist der Text jetzt schon zu lesen. In dieser Woche wurde der Mann aus dem Gefängnis entlassen.

Leonardo Notarbartolo erzählt, wie er sich schon 2000 ein Büro in Antwerpens Diamantenviertel anmietete, wie er da schon ein Meisterdieb war, wie er Kontakte zu Händlern schloss. Über den Ideengeber, die ersten Pläne, das erste Zusammentreffen mit dem Schlüsselmann, dem Monster und dem Genie - das waren die Decknamen seiner Komplizen.

Tatsächlich erklärt er endlich auch, wie er in den hochgesicherten Tresorraum gelangen konnte und 123 von 160 Schließfächern öffnete. Immerhin war das Diamond Center bis dahin das "Fort Knox der Diamanten", unmöglich, dort einzubrechen. Der Artikel lässt kaum Fragen zu dem Raub offen. Und während sich die Welt über den genialen Einbruch wundert, wartet irgendwo in den italienischen Alpen ein Anteil der Beute darauf, von Leonardo Notarbartolo geholt zu werden.

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