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Minutenpakete lohnen sich meist nur für Vieltelefonierer. Für Mobilfunkkunden, die weniger telefonieren, ist ein Prepaidtarif oft günstiger.

Diese Kostenfallen lauern in Mobilfunkverträgen

Berlin - Günstiger Einstiegspreis, Auslandspakete, Zusatzoptionen - in Mobilfunkverträgen können versteckte Kosten lauern. Denn nicht immer sind die Tarife auf den Kunden zugeschnitten.

Günstiger als heute war mobiles Telefonieren und Surfen nie. Doch wer nicht aufpasst, kann immer noch unnötige Kosten anhäufen. Manches vermeintliche Schnäppchen im Vertrag kann sich auch als Kostenfalle erweisen, wie die Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 9/2015) schreibt. Ein Überblick:

Rabattaktionen: Aktionspreise gelten häufig nur für einige Monate. Danach steigt der Monatspreis für den Mobilfunkanschluss an. Im Test stießen die Experten auf Mehrkosten von fünf, zehn und mehr Euro nach Ablauf der Rabattzeit. Sie raten deswegen zu monatlich kündbaren Verträgen. Sie sind in der Regel nicht oder nur wenig teurer als 24-Monats-Verträge, als Kunde ist man aber wesentlich flexibler.

Flatrate ist nicht immer Flatrate: Manche als Flatrate beworbenen Tarife gelten nur ins Festnetz oder nur zu Teilnehmern im gleichen Netz. Für andere Anrufe werden weitere Kosten pro Minute fällig, auch Auslands- und Sonderrufnummer kosten extra. Unbegrenzte SMS gibt es häufig auch nur gegen Aufpreis. Wer überwiegend Messenger benutzt, braucht unter Umständen keine SMS-Flatrate.

Zusatzangebote: Bei Vertragsabschluss gibt es als Bonus einige zusätzliche Leistungen wie Minutenpakete oder mehr Datenvolumen? Hier gilt es, die Konditionen zu prüfen. Es kommt vor, dass solche Angebote nur für einen gewissen Zeitraum kostenlos sind und man sie rechtzeitig kündigen muss.

Minutenpakete: Wer nicht so häufig telefoniert, braucht die monatlich gebuchten Minuten selten auf. Das Problem: Meistens können sie nicht in den nächsten Monat mitgenommen werden. Deswegen rät "Finanztest" Wenigtelefonierern eher zu einem günstigen Prepaidtarif.

Datenautomatik: Ist das Inklusivvolumen aufgebraucht, wird automatisch aufgestockt. Das kostet natürlich auch extra. Im Verhältnis zu einem größeren Datenpaket sind die Kosten vergleichsweise hoch. Wer ständig an die Grenze stößt, sollte deswegen über ein höheres monatliches Volumen nachdenken. Die Datenautomatik muss man kündigen, wenn man sie nicht wünscht.

Auslandstarif: Nicht immer ist der EU-Tarif mit festgeschriebenen Minuten- und SMS-Preisen voreingestellt. Stattdessen versuchen Anbieter, eigene Auslandstarife zu verkaufen. Die können sich durchaus lohnen, für Wenignutzer ist aber meist der EU-Tarif am günstigsten. Vor der Reise sollte man sich also erkundigen.

dpa

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