Digitale Strategie der ARD: 100 Sekunden "Tagesschau" aufs Handy

- Saarbrücken - Die ARD hat sich auf eine neue digitale Strategie geeinigt. Auf ihrer Sitzung in Saarbrücken verabschiedeten Intendanten ein entsprechendes Papier, wie die ARD-Geschäftsführung am Dienstag mitteilte.

"Die Palette reicht von HDTV und Handy-TV über ein Audio- und Videoportal bis hin zu digitalen Zusatzangeboten im Hörfunk", sagte der ARD-Vorsitzende Fritz Raff. "Wir wollen unserem Publikum großen Mehrwert ohne erheblichen Mehraufwand bieten."

Das Programm des bereits bestehenden ARD-Digitalfernsehkanals "EinsExtra" soll zum Beginn des kommenden Jahres ausgeweitet werden, kündigte der Intendant des Norddeutschen Rundfunks, Jobst Plog, an. In welchem Umfang das geschehen solle, müsse noch in den zuständigen Kommissionen beraten werden. Das endgültige Konzept solle im September dieses Jahres stehen. Raff sagte, dass die "Tagesschau" eine der Hauptmarken für die digitale Welt werden soll. Das werde sich wahrscheinlich auch in einem neuen Namen für den Informationskanal "EinsExtra" niederschlagen.

Vom 16. Juli an soll zudem die Möglichkeit bestehen, eine stündlich aktualisierte 100-Sekunden-"Tagesschau" jederzeit auf dem Handy abzurufen. Der Intendant des Norddeutschen Rundfunks, Jobst Plog, sagte: "Wir müssen uns einstellen auf ein neues, flüchtiges Publikum."

Raff kündigte zudem an, dass Nutzer über ein zentrales Internetportal bereits in Fernsehen und Hörfunk gesendete Inhalte abrufen können. Der Schwerpunkt werde dabei auf aktuelle und Informationssendungen liegen. Über die Möglichkeiten, die Inhalte der Archive zugänglich zu machen, solle noch etwa bis Oktober beraten werden. Dabei müsse zwischen wirtschaftlich verwertbaren Teilen und solchen Inhalten unterschieden werden, die ohne Gebühren zur Verfügung gestellt werden könnten.

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