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Digitale Trends 2020

Die Welt bewegt sich immer schneller und mit ihr macht die Technologie ständig weitere Fortschritte. Wir alle werden davon profitieren können, sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen.

Im kommenden Jahr dürfen wir uns auf einige Trends in Sachen Digitalisierung gefasst machen. Komplett lässt sich dieses Feld für das kommende Jahr zwar nicht überblicken, dennoch kristallisieren sich einige Richtungen heraus, die wohl informationstechnisch eingeschlagen werden.

Clouds immer wichtiger

Egal ob Google, Dropbox oder Apple – viele von uns speichern jede Menge Daten in einer sogenannten Cloud. Dabei liegen Fotos, Dokumente oder andere Dateien auf Servern, die mit dem Internet verbunden sind. Auf diese Weise können wir immer und überall darauf zugreifen. Bislang wurden die Daten beim Dienstleister auf einem zentralen Server gespeichert. Der Trend geht aber offenbar hin zur dezentralisierten Cloud. Das bedeutet, dass öffentliche Dienste auf verschiedene Standorte verteilt werden, während der Dienstleister selbst weiter die Verantwortung für den Betrieb, die Verwaltung, die Pflege und die Entwicklung übernimmt. So soll sichergestellt werden, dass die Daten näher am Nutzer gespeichert sind. Weniger Entfernung – mehr Sicherheit.

Das Internet der Dinge

Es beschreibt die Vernetzung „intelligenter“ Geräte untereinander mittels Informations- und Kommunikationstechniken. Bereits heute profitieren Unternehmen von dieser Technologie. Es ist aber absehbar, dass sich hier auch im kommenden Jahr einiges tun wird, sowohl im Feld B2C, als auch beim B2B. Im Jahr 2020 wird weltweit von bis zu 50 Milliarden Geräten ausgegangen, die miteinander kommunizieren werden. Ein Großteil davon soll im industriellen Bereich eingesetzt werden. Mit dieser Kommunikation von Maschine zu Maschine sollen Produktionsprozesse automatisiert werden. Der Nachteil dabei ist, dass durch die zunehmende Automation von Prozessen Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Auf der anderen Seite werden Jobs für neue Fachkräfte geschaffen.

Die Datenmengen, die durch das Internet der Dinge erzeugt werden, erfordern eine grundlegende Veränderung der Informationsinfrastruktur. Ein schnelleres mobiles Internet ist gefragt.

Hyperautomatisierung

Es ist einer der Top-Trends fürs kommende Jahr. Bei der Hyperautomatisierung geht es unter anderem um die künstliche Intelligenz und das maschinelle Lernen. Wie schon beim „Internet der Dinge“ geht es hier darum, Prozesse immer mehr automatisch ablaufen zu lassen und den Menschen so zu entlasten.

Vor allem in der Produktion wird dieser Trend seinen Platz finden, wenn es darum geht Probleme zu erkennen und zu analysieren, Lösungen zu finden oder auch fertige Produkte zu beobachten. Darüber hinaus geht es auch darum, Automatisierungsmechanismen zu erfassen, sie zu kombinieren und zu koordinieren. Das große Ziel ist den menschlichen Faktor in einem Prozess oder einer Aufgabe nachzuempfinden.

5G Technologie

Der Grundstein für diese Mobilfunktechnologie wurde in Deutschland bereits 2019 gelegt und gilt als Grundlage für eine umfassende Digitalisierung. Das bedeutet, alle Lebensbereiche werden miteinander verknüpft. Für Unternehmen bedeutet das die endgültige Etablierung der Industrie 4.0.

Im Kommunikationsbereich wird das kabellose Internet wohl ebenfalls eine Revolution durchmachen. 5G bedeutet schnelleres Internet auf Smartphones und anderen Endgeräten. Wo es mit LTE beispielsweise noch mehrere Minuten gedauert hat einen HD-Spielfilm herunterzuladen, sollen es mit 5G gerade einmal nur noch ein paar Sekunden sein. Einige Mobilfunkanbieter bieten zwar schon ein 5G Netz an, das jedoch wegen des Mangels an passenden Geräten noch nicht wirklich genutzt werden kann. Bis 2025 plant die Bundesregierung die Versorgung der 20 größten deutschen Städte. 5G ist wohl eindeutig das Netz der Zukunft.

„Extended Reality“

Virtual Reality war gestern. Ab dem kommenden Jahr sollen alle möglichen Realitäten miteinander kombiniert werden. Das bedeutet eine Verschmelzung von Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality, sodass man eine Art umfassende Realität bekommt. Die Kombination aus diesen Technologien soll möglichst viele Sinne der Verbraucher ansprechen.

Lange dauert es nicht mehr, bis man möglicherweise beim Onlineshopping statt eines Fotos der neuen Schuhe ein 3D-Modell begutachten kann. Auf der anderen Seite wird man wohl bald schon im Laden mit seinem Smartphone weitere Informationen zu Produkten abrufen können, die man sich gerade anschaut.

Darüber hinaus werden die sozialen Medien davon profitieren. Facebook ist unter anderem die treibende Kraft, die an VR-Brillen arbeitet, die man mit bloßen Händen steuern kann. Außerdem will Facebook mehr auf Formen von Augmented Reality setzen, bei denen künstliche Inhalte mit speziellen Brillen in realen Umgebungen angezeigt werden sollen. Ähnlich wie beim Mobile Game „Pokémon Go“.

Blockchain

Hierbei handelt es sich um eine Art Datenbanktechnologie. Verbraucher und Lieferant werden direkt miteinander verknüpft. Das bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Blockchain soll Vertrauen und Transparenz schaffen, indem Vermögenswerte bis zu ihrer Herkunft verfolgt werden können. Das hat auch den Vorteil, dass der Ursprung von Lebensmitteln leichter zurück verfolgbar sein kann. Das macht es auf der einen Seite leichter für den Kunden im Supermarkt, auf der anderen Seite haben es Einzelhändler leichter die Lieferkette zu überprüfen und den Ursprung einer möglichen Lebensmittelkontamination zu bestimmen. Rückrufaktionen können auf diese Weise viel schneller organisiert werden.

Die Technik soll sicherere nicht manipulierbare Transaktionen im Netz garantieren. Blockchain hat laut den Marktforschern von Gartner das Potential ganze Branchen umzugestalten. Kosten sollen gesenkt werden, Abwicklungen von Transaktionen verkürzt und der Cashflow verbessert.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, auf was man sich im kommenden Jahr gefasst machen kann.

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