Digitales Styling für den Alltag von morgen

- Lösungen für die digitale Arbeits- und Lebenswelt" lautet das offizielle Motto der CeBIT 2005. Inoffizielle könnte es auch "digital life-style" lauten, denn viele Aussteller setzen in heuer einen Schwerpunkt auf Produkte und Lösungen für das digitale Alltagsleben von Morgen. Der große Trend in diesem Jahr ist das Zusammenwachsen von Unterhaltungselektronik und Informationstechnologie, was die CeBIT 2005 für Endverbraucher besonders interessant macht.

Bei der Bildschirmgröße klotzen die Hersteller <BR><BR>Das hoch auflösende Fernsehen (HDTV) ist eines der großen Themen und soll, das wünschen sich die Hersteller, endlich einen festen Platz in deutschen Wohnzimmern bekommen. Natürlich wird da einiges gezeigt, was noch Zukunftsmusik ist. Aber man kann schon einmal sehen, wohin die Reise der Flimmerkiste gehen soll. So klotzt der Hersteller LG Electronics mit einem Plasma-Bildschirm fürs Heimkino, dessen Diagonale 181 Zentimeter beträgt. Bei einem Preis von 50 000 Euro, aber auch einer Größe, die die Dimensionen eines durchschnittlichen Wohnzimmers sprengt, wird das Modell MW-71PY10 wohl kaum zum Massenprodukt werden. Nach Großem strebt auch Sharp: In einem eigenen Consumer Electronic Bereich wird auf der CeBIT 2005 ein HDTV-fähiger LCD-Bildschirm der Reihe Aquos mit 165 Zentimetern Bildschirmdiagonale vorgestellt. <BR><BR>Das Riesengerät kommt vorerst zwar nicht in den Handel, aber denkbar sind, laut Sharp, Ende 2005 LCD-Bildschirme von 50 Zoll, was immerhin einer Bildschirmdiagonalen von 127 Zentimetern entspricht. Das Fernsehen der Zukunft ist nicht nur großflächig, sondern auch sehr schmal: Samsung stellt auf der CeBIT 2005 mit Slimfit TV den flachsten Röhren-Bildschirm der Welt vor. Der nur 40 Zentimeter dicke Bildschirm besticht durch hervorragende Bildqualität und soll unter 1000 Euro kosten. <BR><BR>Ein Bildschirm alleine macht noch kein Fernsehen, deshalb zeigen verschiedene Hersteller auch ihre neuen Alleskönner für das Wohnzimmer. Sie sollen Fernsehen, Internet und Musik künftig zusammen führen. Fujitsu Siemens Computers stellt das ACTIVY Media Center 370 vor. Damit kann man fernsehen, Filme auf DVD brennen und archivieren, MP3 Musik hören, im Internet surfen oder die Stereoanlage anschließen. Kosten soll das digitale Unterhaltungszentrum 1199 Euro. <BR><BR>Tragbare Playstation mit vielen Funktionen Unterhaltung geht es auch bei den Kleinstgeräten, den tragbaren Musikplayern. Angespornt vom Riesenerfolg des Apple iPod setzen die Hersteller zur CeBIT noch eins drauf und machen ihre Geräte durch Farbdisplays zum mobilen Multimediaplayer. Der H10 von iRiver, so klein wie eine Zigarettenschachtel und mit einem 1,5-Zoll-Farbdisplay, kostet rund 299 Euro. Sony drängt ebenfalls in die mobile Entertainment- Ecke und bringt eine tragbare Variante seiner Playstation auf den Markt. Die Playstation Portable (PSP) ist nicht nur Spielkonsole für unterwegs, sondern auch Musikplayer und Abspielgerät für digitale Videos. Auf Farbe und noch mehr Entertainment setzen auch die Handy-Hersteller. Einige Mobiltelefone gibt es schon mit HSDPA (Highspeed Downlink Packet Access), der neuen UMTS-Generation. Damit kann man per Handy mit mindestens 2 Megebits pro Sekunde im Internet surfen und sich noch schneller umfangreiche Multimediaanwendungen auf das Display laden. <BR><BR>Notebooks mobiler und verstärkt multifunktional <BR><BR>Mehr Mobilität und mehr Entertainment ist auch bei der neuen Generation von Notebooks die Devise. Die neue Generation des Intel-Centrino-Chips, die noch unter dem Decknamen Sonoma läuft, macht das Notebook nicht nur WLAN-fähig, sondern bietet auch eine verbesserte Grafikleistung und andere Multimedia-Funktionen. Dadurch sollen 3D-Spiele, Fernsehen und Dolby-Surround-Sound auf dem Notebook zum Genuss werden. Microsoft setzt auf der CeBIT 2005 ebenfalls auf Mobilität: In Halle 2 stellt das Unternehmen in der Erlebniswelt die Microsoft XP Tablet PC Edition vor. Der Mini-PC, der Handschriften erkennen kann, war schon auf der CeBIT 2002 ein Thema, konnte sich aber bislang nicht durchsetzen. Mit einem Verkaufspreis von weniger als 1200 Euro will Microsoft seinen Tablet PC jetzt im großen Stil an den Endverbraucher bringen. Ob sich die neuen Trends und Produkte der CeBIT 2005 durchsetzen werden oder als Ladenhüter enden, das entscheidet letztlich allerdings der Verbraucher. 

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