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Wer sich ein neues Radio kaufen möchte, sollte zu Digitalgeräten greifen. Denn UKW soll irgendwann abgeschaltet werden. Foto: Robert Schlesinger

Digitalradio klingt nicht immer besser als UKW

Digital ist nicht automatisch besser. Das gilt auch beim Radio. Wie gut es klingt, hängt von der Datenrate ab. Hier lautet das Motto: Es darf ruhig etwas mehr sein.

Berlin (dpa/tmn) - Digitalradio (DAB+) klingt nicht zwangsläufig besser als das analoge UKW-Radio. Denn bei DAB+ ist der Klang abhängig von der jeweiligen Datenrate, mit der ein Programm ausgestrahlt wird, berichtet das Telekommunikationsportal "Teltarif.de". Bei Radiosendern, die nur 72 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) verwenden, sei der Klang nicht besser als bei UKW, bei noch niedrigeren Raten unter Umständen hörbar schlechter. Vor allem die ARD-Anstalten senden den Angaben zufolge jedoch meist mit hohen Datenraten, deren Klangqualität die analogen UKW-Signale übertrifft. Bei fehlerfreiem Signal sei DAB+ im Vergleich zu UKW zumindest immer rauschfrei.

Auch wenn es in Deutschland immer noch keine Einigung auf einen verbindlichen Abschalttermin für den UKW-Hörfunk gibt, empfehlen die Experten bei einem Neukauf inzwischen die Anschaffung eines Digitalradios, das ab 25 Euro zu haben ist: Der preisliche Unterschied zu rein analogen Geräten sei inzwischen marginal und UKW auch bei DAB+-Radios weiterhin mit an Bord.

Dafür eröffne DAB+ in den meisten Regionen ein größeres Programmangebot. Wem auch das nicht genügt, sollte ein Gerät kaufen, das zusätzlich noch Internetradio bietet (ab 80 Euro). In Autos gibt es DAB+ erst selten als Serienausstattung und oft nur gegen zum Teil hohen Aufpreis. Die Aufrüstung des Auto-Musiksystems mit einem Adapter für DAB+ (ab 70 Euro) ist den Angaben zufolge zwar möglich, aber bedienungstechnisch und optisch nicht empfehlenswert.

Weil die Sendernetze für DAB+ noch nicht vollständig ausgebaut sind, gibt es vor allem noch in ländlichen Gebieten und dort insbesondere innerhalb von Häusern Lücken bei der Versorgung mit Digitalradio, erklären die Experten. Wer in einem Sende-Randbereich lebt, kann sich mit externen Zimmer- oder Dachantennen behelfen, wenn das Radio über einen entsprechenden Anschluss verfügt.

Gerade mobile Geräte besitzen aber oft nur eine Teleskop- oder Wurfantenne. Unter Umständen kann es also vor dem Kauf eines Gerätes sinnvoll sein, wenn man weiß, wie stark der Empfang von DAB+ daheim sein wird. Das ist im Internet auf der Seite www.empfangsprognose.de möglich.

Empfangsprognose für Digitalradios

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