Kim Dotcom darf wieder surfen

Wellington - Der angeklagte Gründer der Online-Tauschplattform Megaupload, Kim Dotcom, darf nach Medienberichten wieder im Internet surfen und sogar ein Musikalbum aufnehmen.

Das North Shore Distrikt-Gericht bei Auckland gab einem entsprechenden Antrag auf Internetnutzung seines Anwalts am Montag statt, berichtete das Onlineportal stuff.co.nz. Er erlaubte dem in Kiel als Kim Schmitz geborenen Internetunternehmer auch, ein eigenes Musikalbum aufzunehmen.

Dotcom war im Januar nach einer Anklage aus den USA in Neuseeland festgenommen worden. Die Amerikaner werfen ihm Copyright-Verletzungen in großen Stil vor und haben seine Auslieferung beantragt. Sie nahmen Megaupload vom Netz. Die Plattform habe den illegalen Austausch von Musikdateien ermöglicht und den Copyrightbesitzern Schaden in Höhe einer halben Milliarde Dollar zugefügt. Dotcom war zunächst in Haft, wurde aber gegen Kaution mit Auflagen freigelassen. dazu gehörte das Verbot, ins Internet hzu gehen. Er bestreitet die Vorwürfe der Strafverfolger und wehrt sich gegen die Auslieferung. Die Anhörung dazu findet im August statt.

Die Tricks der Daten-Hacker

Die Tricks der Daten-Hacker

Dotcom und seine Mitangeklagten hätten alle Auflagen nach der Freilassung gegen Kaution erfüllt, sagte der Richter nach Angaben von stuff.co.nz. Dotcom brauche einen Internetzugang, um seine Verteidigung vorzubereiten, argumentierte sein Anwalt. Bei dem Album, das in einem Musikstudio in Auckland entsteht, handelt es sich nach seinen Angaben um eine Kooperation mit internationalen Künstlern, die teilweise aus den USA eingeflogen seien. Dotcom schreibe unter anderem an den Liedtexten mit. Das Gericht gestattete Dotcom außerdem, jeden Tag 90 Minuten lang Schwimmen zu gehen und dafür seine elektronische Fußfessel abzulegen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

No-Name-Geräte: Welche lohnen sich wirklich?
Ein iPhone für 1000 Euro, eine Siemens-Waschmaschine für 1200 Euro – lohnt sich das wirklich? Wie gut sind die Alternativen der Billighersteller? Kann das englische …
No-Name-Geräte: Welche lohnen sich wirklich?
Nintendo-Konsole Switch im Test: Super Mario schick wie nie
München - Super Mario bekommt eine neue Heimat. Nachdem der Kult-Klempner zuletzt mit einer App auf dem iPhone fremdging, erscheint am 3. März die neue Nintendo-Konsole …
Nintendo-Konsole Switch im Test: Super Mario schick wie nie
Videoplattform Vine schließt am 17. Januar
Twitter schaltet seine Video-Plattform Vine ab. Die zugehörige Webseite wird dann in ein Archiv umgewandelt, neue Beiträge können nicht mehr veröffentlicht werden.
Videoplattform Vine schließt am 17. Januar
Virtueller Baukasten für Lego-Fans
Mit Lego lassen sich beeindruckende Dinge bauen. Das muss nicht unbedingt mit echten Bausteinen sein: Wer mag, kann auch virtuelle Lego-Meisterwerke erschaffen.
Virtueller Baukasten für Lego-Fans

Kommentare