DVD-Rekorder: Die Tücken der digitalen Video-Welt

München - Die analogen Video-Zeiten sind gezählt ­ die DVD hat den kantigen, schwarzen Klotz verdrängt. Und die neue Generation der DVD-Rekorder birgt ungeahnte Möglichkeiten ­ auch wenn man sie etwas länger suchen muss, moniert die Stiftung Warentest.

Im Bereich der Abspielgeräte haben DVD-Player längst die Video-Rekorder mit ihren analogen Kassetten abgelöst. Aber auch im Aufnahmebereich ist die Digitaltechnik auf dem Vormarsch. "Die Qualität der digitalen Aufzeichnung ist dabei um Längen besser als diejenige herkömmlicher Video-Rekorder", lautet das Urteil der Experten von Stiftung Warentest.

Mehr Speicherplatz mit Festplatte

Für besonders lange Aufnahmen empfehlen sich Festplatten-Rekorder. Wer mehr als einen Film aufnehmen möchte, stößt mit DVDs allein schnell an Grenzen. "Vor allem, wer in den Urlaub fährt, wird über 160 Gigabyte Festplattenspeicher froh sein", erklären die Verbraucherschützer. Von einem Schnäppchen mit einer 80-Gigabyte-Festplatte solle man besser die Finger lassen, rät auch Volker Zota, Multimedia-Spezialist der Zeitschrift "c't". Die Erfahrung zeige, dass nur die wenigsten Aufzeichnungen später auf DVD gezogen werden ­ "das meiste lässt man auf der Festplatte", so Zota. Werbung schneiden und Pause machen

Die von Stiftung Warentest aktuell geprüften DVD-Rekorder bieten neben einer meist sogar 250 Gigabyte großen Festplatte noch sehr viel mehr. "Die Funktionsfülle lässt sich jedoch nicht immer einfach bändigen", urteilen die Tester. Dennoch sei es nun kein "Hexenwerk" mehr, lästige Werbeblöcke aus aufgezeichneten Filmen mit der Funktion "Editieren" herauszuschneiden. Damit können auch die obligatorischen fünf Minuten vorm eigentlichen Filmstart gekappt werden.

Eine weitere beliebte Funktion ist das "Zeitversetzte Fernsehen". Sie bewährt sich, wenn mitten in der Lieblingsserie das Telefon klingelt. Meist lässt sich dann mit einem Tastendruck die Sofortaufnahme starten. Ein weiterer Tastendruck nach dem Telefonat spielt die Aufzeichnung von der ersten Sekunde ab, während der Rest der Sendung weiter mitgeschnitten wird. Allerdings muss der Rekorder für diese Funktion angeschaltet sein.

Die Test-Ergebnisse

In der Summe überzeugte Panasonic mit der besten Bildqualität im Test: Der teure Panasonic DMR-EX78 (535 Euro) hat einen DVB-T-Tuner. Der fehlt dem sonst vergleichbaren Panasonic DMR-EH585 (385 Euro). Wer ein Modell mit einfacher Handhabung sucht, wird auch beim Sony RDR-HX980 (380 Euro) fündig und bekommt am Analog-Kabel sogar ein "sehr gutes" Bild. Besonders vielseitig und für die USB-Verbindung mit einem Computer geeignet ist der Pioneer DVR-560H-K (350 Euro). Keine USB-Schnittstelle hat der Funai HD-A2685, das mit 264 Euro günstigste Gerät im Test. Das chinesische Modell fiel den Testern durch seinen hohen Stromverbrauch und die geringe Vielseitigkeit auf. Es schnitt aber immer noch "befriedigend" (3,0) ab. Die schlechteste Bewertung beim Stromverbrauch bekam allerdings das Philips-Gerät DVDR5570H für 520 Euro. Es landete mit der Note 3,2 auf dem letzten Platz, auch weil es keine Qualitätsumwandlung beim Überspielen von Festplatte auf DVD gab.

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