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Die Zugangsdaten für 16 Millionen E-Mail-Konten wurden gestohlen.

So überprüfen Sie Ihren Account

Achtung: 16 Millionen E-Mail-Daten gestohlen

Berlin - Deutsche Internetnutzer sind Opfer von Datendieben geworden. Die Zugangsdaten von Millionen E-Mail-Konten wurden gestohlen und könnten nun auch für soziale Netzwerke missbraucht werden.

Kriminelle haben die E-Mail-Adressen und Passwörter von 16 Millionen Computernutzern gestohlen. Betroffene sollten unbedingt ihre Rechner von Schadsoftware befreien und ihre Passwörter ändern, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das hatte den Datendiebstahl dei der Analyse krimineller Online-Netzwerke entdeckt, wie am Dienstag in Bonn mitgeteilt wurde. Die Betrüger könnten mit den Daten nicht nur auf die E-Mail-Konten zugreifen, sondern möglicherweise auch auf andere Accounts, etwa in sozialen Netzwerken oder bei Online-Shops, falls dort die gleichen Anmeldedaten benutzt würden, so das BSI.

So prüfen Sie ihren Account

Wer fürchtet, von dem Datenklau betroffen zu sein, kann unter sicherheitstest.bsi.de seine E-Mail-Adresse überprüfen lassen. Die Behörde gleicht die Adresse mit den Millionen Datensätzen ab, die in den kriminellen Netzwerken entdeckt wurden. Das BSI empfiehlt Betroffenen, alle benutzten Computer auf Schadsoftware zu prüfen. Dazu gibt es Anleitungen auf der Internetseite.

Am Dienstag war der Zugriff auf die Seite sicherheitstest.bsi.de zeitweise allerdings nicht möglich! Aufgrund der großen Anzahl von Zugriffen, waren die Server dort offensichtlich überlastet.

Passwörter für E-Mail, Facebook, Amazon & Co. ändern

Außerdem sollten alle Passwörter für Online-Dienste geändert werden - egal ob für E-Mails, soziale Netzwerke wie Facebook, Online-Shops wie Amazon oder andere Angebote. Hintergrund ist, dass die Betrüger mithilfe der Schadsoftware auch diese Daten ausspioniert haben könnten. Das BSI gibt auf seiner Website Tipps zur Erstellung möglichst sicherer Passwörter.

So kamen die Diebe an die E-Mail-Daten

Die Experten gehen davon aus, dass die Hacker die Daten mit Hilfe sogenannter Botnetze und über Schadsoftware erbeutet haben. Diese gelangt zum Beispiel über manipulierte Webseiten und Downloads sowie durch Schwachstellen in Betriebssystem oder Software auf den Rechner. Bevor sie die gestohlenen Passwörter ändern, sollten Betroffene daher zuerst ihren Rechner von Schädlingen befreien. Ansonsten kann es passieren, dass auch die neuen Zugangscodes gleich wieder abgegriffen werden. Für die Computersäuberung empfiehlt das BSI den kostenlosen PC-Cleaner von Avira.

Die neuen Passwörter müssen nach Angaben des BSI mindestens acht Zeichen lang sein und neben großen und kleinen Buchstaben auch Sonderzeichen und Ziffern enthalten. Die besten Zugangscodes sind Begriffe, die nicht in Wörterbüchern vorkommen und die nicht aus Zahlenfolgen wie „123456“ oder Tastaturmustern wie „qwertz“ bestehen. Stattdessen empfehlen die Experten eine scheinbar zufällige Zeichenkette, die sich Nutzer über eine Eselsbrücke merken. Aus „Ich mag wirklich keine Computerviren!“ wird zum Beispiel „ImwkC!“.

AFP/dpa

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