Räumung am Hauptbahnhof - das war der Grund

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Die E-Mail wird zur E-Post

Köln - Achtung, jetzt kommt der E-Postbrief! Ab Mittwoch bietet die Post mit dem gleichnamigen Service erstmals die Möglichkeit, rechtsverbindliche Briefe per Mail zu verschicken.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen Service, der mit einer großen Marketingkampagne startet.

Um was geht’s?

Bisher sind E-Mails anonym und können nicht für rechtsverbindliche Dokumente wie Steuerbescheide, Arztdiagnosen oder Einschreiben genutzt werden. Denn ob hinter dem E-Mail-Namen „Jürgen Müller“ tatsächlich „Jürgen Müller“ steckt, weiß niemand so genau. Bei den neuen E-Mails müssen sich Absender und Empfänger identifizieren. Sie als Empfänger wissen damit, dass eine Mail tatsächlich von Ihrer Bank kommt. Und Ihre Bank weiß, dass die Mail auch tatsächlich von Ihnen geöffnet wurde – und von niemand anderem. Experten schätzen, dass in Deutschland auf diese Art künftig bis zu 10 Milliarden Briefe im Jahr verschickt werden könnten. Viele Behörden und Unternehmen wollen ihre Post künftig so zustellen und damit enorm viel Geld sparen.

So machen Sie Ihr Passwort sicher

So machen Sie Ihr Passwort sicher

Wie funktioniert das?

Wenn Sie mitmachen wollen, müssen Sie sich einmalig ausweisen – zum Beispiel durch Vorlage des Personalausweises in der Postfiliale. Dann bekommen Sie einen Zugang zum „E-Postfach“, einer speziellen Website, auf der Sie sich mit einer Adresse à la juergen.mueller@e-postbrief.de anmelden. Die Mails sind verschlüsselt und durch TAN-Nummern abgesichert, die auf Ihr Handy geschickt werden. Das Motto der Post lautet: „So einfach wie E-Mail, so sicher wie Papierpost.“

Was kostet das?

Die Post hat ihre Preise noch nicht bekannt gegeben, sie dürften schätzungsweise zwischen 10 und 20 Cent pro E-Mail-Brief liegen. So viel wollen zum Beispiel auch GMX, Web.de und Telekom für ihren vergleichbaren Service „De-Mail“ verlangen, der zur Jahreswende startet und für den Sie sich jetzt schon Ihre Wunschadresse reservieren können. Bezahlen müssen Sie bei allen Anbietern nur, wenn Sie eine Mail verschicken – der Empfang ist kostenlos.

Was ist mit Adressaten ohne E-Mail-Anschluss?

Denen – und auch allen anderen Ansprechpartnern, die immer noch gern ein Stück Papier in der Hand halten – können Sie einen „Hybridbrief“ schicken. Die Post druckt Ihre E-Mail dann aus und stellt sie im Briefumschlag zu – das dürfte um die 55 Cent kosten, den gewohnten Preis für eine Briefmarke. Bei GMX und Web.de können Sie jetzt schon Ihre Mails ausdrucken und zustellen lassen – für 54 Cent.

Jörg Heinrich

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