eBay mit starkem Wachstum

- San Jose - Die weltgrößte Onlineauktionsfirma eBay Inc. hat im dritten Quartal und den ersten neuen Monaten 2005 dank der starken Entwicklung im heimischen Markt und im Ausland Umsatz und Gewinn stark erhöht. Die eBay-Aktien fielen jedoch nachbörslich um 5,5 Prozent auf 39,68 Dollar, weil die Wall Street nicht mit den Geschäftsprognosen zufrieden war.

Der vor einiger Zeit angekündigte Kauf der in Luxemburg domizilierenden Internet-Telefongesellschaft Skype für mindestens 2,5 Milliarden Dollar hatte bei einigen Analysten Skepsis ausgelöst. eBay stellt seinen Finanzchef Rajiv Dutta als neuen Präsidenten zu Skype ab, wo er gemeinsam mit Skype-Chef Niklas Zennstrom das Wachstum und die Integration mit eBay und PayPal vorantreiben soll.

Der eBay-Gewinn stieg verglichen mit dem dritten Quartal 2004 um 40 Prozent auf 255 Millionen Dollar (212 Mio Euro). Der Gewinn pro Aktie legte auf 18 (Vorjahresvergleichszeit:13) Cent zu. eBay verdiente ohne Sonderfaktoren 20 Cent je Aktie und hat damit die Wall Street-Erwartungen getroffen. Der Quartalsumsatz erhöhte sich um 37 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar, gab eBay am Mittwoch nach Börsenschluss bekannt.

eBay hat im eigenen Land den Umsatz um 29 Prozent auf 449,5 Millionen Dollar erhöht und im Ausland sogar um 43 Prozent auf 408,9 Millionen Dollar. Die Umsätze aus den Abrechnungssystemen beliefen sich auf 247,1 Millionen Dollar. Das bedeutete eine Erhöhung von 44 Prozent gegenüber dem Juli-September-Abschnitt 2004.

eBay-Konzernchefin Meg Whitman hob das starke Wachstum in allen Geschäftsbereichen hervor. "Es ist wunderbar, in unseren beiden wichtigsten Märkten, den USA und Deutschland, so viel Stärke zu sehen", freute sie sich.

Im Januar-September-Abschnitt weitete eBay seinen Umsatz auf 3,2 (2,3) Milliarden Dollar aus und den Gewinn auf 802,8 (572,8) Millionen Dollar oder 58 (42) Cent je Aktie.

eBay hatte am Ende der Berichtszeit 68 Millionen aktive Nutzer, oder 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der neu gelisteten Objekte stieg um 32 Prozent auf 485,6 Millionen Stück. Der Bruttowert der auf den eBay-Sites verkauften Waren stieg um 30 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar. Die höchsten Gesamtumsätze wurden mit Fahrzeugen, Bekleidung, Verbraucherelektronik, Computern, Büchern/Film/Musik sowie Haus- und Gartenprodukten verbucht.

eBay geht für das Gesamtjahr 2005 von einem Umsatz von 4,47 bis 4,51 Milliarden Dollar aus und will im Schlussquartal 1,245 bis 1,285 Milliarden Dollar umsetzen. Der Jahresgewinn dürfte bis zu 74 Cent je Aktie erreichen und im vierten Quartal 16 Cent. eBay erwartet unter Ausklammerung von Sonderfaktoren für das Schlussquartal 2005 einen Gewinn von 21 Cent je Aktie, während die Wall Street 22 Cent erwartet hatte. eBay rechnet für 2006 einen Umsatz von 5,7 bis 5,9 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 81 bis 86 Cent je Aktie. Auf operativer Basis dürfte der eBay-Gewinn im kommenden Jahr zwischen 0,96 und 1,01 Dollar je Aktie liegen, während Analysten von 1,03 Dollar ausgegangen waren.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Was kann Apples „HomePod“? Die besten Smart-Lautsprecher im Vergleich
Deutsche Musikfans können sich jetzt endlich auch den Apple HomePod holen. Was taugt der Smart-Lautsprecher im Vergleich?
Was kann Apples „HomePod“? Die besten Smart-Lautsprecher im Vergleich
Apple räumt Probleme mit Macbook-Tastaturen ein - kostenfreie Reparatur angeboten
Apple hat eingeräumt, dass es mit Tastaturen der neueren Macbook-Laptops Probleme gibt. Das US-amerikanische Technologieunternehmen reagiert mit kostenloser Reparatur.
Apple räumt Probleme mit Macbook-Tastaturen ein - kostenfreie Reparatur angeboten
Google schickt in Deutschland wieder Kamera-Autos auf die Straßen - das ist der Grund
Die Kamera-Autos von Google sind wieder auf den Straßen in Deutschland unterwegs - allerdings nicht, um ihr Bild-Material für den Online-Dienst Street View zu verwenden.
Google schickt in Deutschland wieder Kamera-Autos auf die Straßen - das ist der Grund
YouTube erlaubt Abo-Gebühren und Verkauf von Fanartikeln
YouTube und Instagram verschärfen ihren Konkurrenzkampf um Anbieter von Videoinhalten. Bei der Google-Videoplattform werden sie künftig auch Geld mit kostenpflichtigen …
YouTube erlaubt Abo-Gebühren und Verkauf von Fanartikeln

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.