Eine Welt am Geschwister-Scholl-Platz

- Vor den Toren der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) schwingen sechs Studentinnen ihre Hüften. Orientalische Klänge wummern aus großen Boxen: Auf dem Geschwister-Scholl-Platz wird ein Bauchtanz präsentiert. An diesem Nachmittag wird am Brunnen vor der Universität türkische Kultur gelebt.

Bei Freibier und Spezialitäten aus fernen Ländern feierte die weltweit größte Studenteninitiative AIESEC ihr fünftes so genanntes "Global Village". "Wir wollen den Leuten fremde Kulturen und ferne Länder näher bringen", erklärt die Vize-Präsidentin von AIESEC München, Bettina Schreiner, das bunte Dorftreiben. Globales Miteinander, das ist ein Leitgedanke der Studentenorganisation, die Auslandspraktika von drei bis 21 Monate vermittelt. "Mit den Auslandspraktika und den damit verbundenen Erfahrungen", so Schreiner, "wollen wir auch ein Stück zum Weltfrieden beitragen." Im Global Village ist dieser Beitrag kunterbunt gemischt: Plakate von ausländischen Studenten erzählen Fakten von der fernen Heimat. "Wir sind in insgesamt 91 Ländern aktiv", so Schreiner. <BR><BR>"Wer Wirtschaftswissenschaften studiert oder sich den Studien im IT-Bereich widmet, sollte keine Probleme haben, mit AIESEC ins Ausland zu kommen. Es gibt aber auch einen Praktikabereich, der in der Entwicklungshilfe stattfindet. Hier sind auch Studierende anderer Fächer willkommen." Die Unternehmen, bei denen die Leute unterkommen, sind ganz unterschiedlich. Vom Global Player bis zum Mittelstand also. Derzeit sind Indien, Ost-Europa und die Türkei besonders stark im Angebot vertreten. AIESEC wählt die Studenten aus. "Wir wissen, wen die Unternehmen suchen", so die Vizepräsidentin. <BR><BR>Letztes Jahr waren 25 Münchner Studenten in fremden Gefilden, um Land und Leute kennen zu lernen und natürlich um zu arbeiten. Wer es ihnen gleichtun will, findet unter www.aiesec.de die nötige Information oder wartet auf das nächste Global Village. <BR>

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