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So sieht die Startseite von Ello aus. Anmelden kann sich nur, wer eingeladen wurde.

30.000 Registrierungs-Anfragen pro Stunde

"Ello": Das steckt hinter dem Anti-Facebook

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München - Es präsentiert sich als das "Anti-Facebook": Das neue Netzwerk "Ello" erntet im Netz Vorschusslorbeeren - obwohl es sich noch in der Beta-Phase befindet. Was steckt dahinter?

Ello sieht seine Nutzer nicht als Produkte: Das ist die Botschaft, die das sogenannte Manifest auf der Startseite des neuen sozialen Netzwerkes transportiert. Gemeint ist: Bei Ello soll es keine Werbung auf Grundlage von Nutzerdaten geben. Die Werbeindustrie soll - laut Ello-Gründer und -Chef Paul Budnitz (47) - schön draußen bleiben.

Damit präsentiert sich Ello als Gegenentwurf zum größten sozialen Netzwerk weltweit: Facebook mit seinen 1,3 Milliarden Nutzern. Im Netz wird Ello bereits als "Anti-Facebook" gehypt. "Wir glauben, dass es einen besseren Weg gibt. Wir glauben an Schönheit, Einfachheit und Transparenz", ist im Manifest nachzulesen.  

Deswegen ist das neue soziale Netzwerk aus den USA auch recht einfach, aber durchaus durchdesignt aufgebaut. Schnickschnack gibt es nicht. Die Wirkung: Ello wirkt ziemlich cool und individualistisch. Klarnamen gibt es genauso wenig wie ein Nacktbilder-Verbot. Es funktioniert aber noch nicht alles reibungslos: Probleme gibt es unter anderem bei der Suchfunktion, wie Bild.de berichtet.

Neues Netzwerk Ello: Hackerangriff in der Nacht zum Montag

Wie Ello sich finanzieren will, ist bislang unklar. Eine kleine Gebühr für das Freischalten von Zusatzfunktionen soll es geben. Doch das wird kaum reichen, um mit dem Netzwerk ohne Werbung Gewinn zu machen. Kritik hagelte es, als bekannt wurde, dass der Risikokapitalgeber Fresh Tracks 435.000 Dollar in das Netzwerk gesteckt hat. 

Seit März gibt es Ello schon, es ist derzeit aber nur in einer Beta-Version verfügbar. Anmelden können sich neue Nutzer derzeit nur mit einer Einladung. Laut Gründer Budnitz bekommt das Netzwerk derzeit rund 30.000 Registrierungsanfragen pro Stunde.

Bei Ebay werden mittlerweile Einladungen zu Ello angeboten (zum Vergrößern hier klicken).

Bei Facebook-Gegnern steht das neue Social Network hoch im Kurs. Darauf, dass Ello seinem Konkurrenten  zumindest ein wenig gefährlich werden könnte, deutet ein Hackerangriff hin. In der Nacht zum Montag wurde Ello von Unbekannten lahmgelegt. Eine "Ehre", die sonst nur Branchengrößen zuteil wird.

Den Bekanntheitsgrad des neuen Netzwerks dürfte die Aktion nur noch steigern: Einladungen zu Ello werden mittlerweile sogar auf eBay angeboten.

wei mit dpa

 

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