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Noch ein Lexikon nimmt den Hut. Die abgebildete Encyclopaedia Britannica ist von dem Machtkampf noch nicht betroffen.

2:0 für Wikipedia: Microsoft stellt Encarta ein

Microsoft wird sein Lexikon Encarta im Laufe des Jahres einstampfen. Damit hat Wikipedia den nächsten Konkurrenten verdrängt - eine bedenkliche Entwicklung.

Bis Ende des Jahres wird Microsoft seine Enzyklopädie Encarta einstellen. Am 31. Oktober wird die Website bis auf Japan weltweit nicht mehr erreichbar sein. In Japan wird sie zu Silvester eingestellt. Alle Premiumprodukte, Software und CD-Roms werden ab Juni nicht mehr verkauft. Eine Erklärung wurde in die FAQ der Encarta gesetzt - Ars Technica hat die Neuigkeit entdeckt.

Mit dem Microsoft-eigenen Lexikon schließt nach 16-jährigem Bestehen ein weiterer Wissensriese die Türen. Im vergangenen Jahr schon kündigte Brockhaus an, seine Inhalte ins Netz zu verlegen. Die renommierten sowie extrem teuren Bücher werden nicht mehr gedruckt.

Der Grund ist mehr als offensichtlich: Wikipedia hat seine Konkurrenten allesamt abgehängt. Doch der entscheidende Unterschied: Während bei dem reinen Onlinelexikon jeder Nutzer Inhalte generieren kann und Informationen ungeprüft veröffentlicht werden, sitzen hinter Lexika wie dem Brockhaus und der Encarta Redakteure, die für jedes eingetragene Stichwort verlässliche Quellen haben. Aber die Wikipedia hat auch Vorteile: Warum sie beliebter ist als Lexika, weiß Spiegel Online.

Wie das Web 2.0 das Internet zum Positiven verändert, aber auch, wie es alte Medien verdrängt, hat die Tagesschau in einem Dossier erörtert. Das Blog medien-gerecht befindet: "Schade um die Encarta und den Wettbewerb um verlässliches Wissen."

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