Energien der Zukunft

- Welche Energien verwenden wir in der Zukunft? Enthält das Universum verborgene Dimensionen? Was können Physiker zur weltweiten Abrüstung beitragen? Um derartige Fragen dreht sich die Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DGP), die noch bis zum 24. März an der Technischen Universität München (TUM) stattfindet. Mehr als 700 Experten aus dem In- und Ausland erwarten die Veranstalter.

Neben den fachlichen Diskussionen wird es auch um die zukünftige Ausbildung von Physikern gehen. "Wir sehen die Umstellung auf das Bachelor- und Master-System für das Physikstudium skeptisch", sagt Professor Knut Urban, der Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. "Das System wird dazu beitragen, dass unsere Studenten nicht mehr so mobil den Studienort wechseln können, weil die Ausbildungs-Module, die sie an einzelnen Universitäten belegen können, sich nicht immer optimal ergänzen."

Auch zur Exzellenzinitiative der Bundesregierung und der damit verbundenen Vergabe von Geldmitteln beziehen die Wissenschaftler Stellung. "Dieses Vorhaben wird die Hochschullandschaft sehr verändern", prognostiziert Professor Dietrich Habs von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU).

Die Physiker befürchten, dass die so geförderten Forscher-Gruppen sehr gute Ergebnisse erzielen werden, die nicht geförderten Wissenschaftler jedoch einen großen Nachteil aus dem Programm ziehen. "Es könnte sein, dass die nicht geförderten Wissenschaftler sich mehr auf die Lehre konzentrieren müssen", meint Habs.

Ein wichtiges Thema der Tagung ist zudem der Klimaschutz. "Der Klimaschutz wird in Deutschland noch viel zu langsam vorangetrieben", erklärt Professor Walter Blum, Sprecher des Arbeitskreises "Energie" der DPG. Ein Projekt liegt ihm dabei besonders am Herzen: "Wir müssen die Energie, die wir im Sonnengürtel der Erde zur Verfügung haben, viel besser nutzen. Das ist eine große technische Herausforderung."

Neues Studien-System bremst Physik-Studenten

Im Rahmen der Tagung wird zudem der Münchner Nobelpreisträger Professor Theodor Hänsch allen interessierten Laien über seine Experimente berichten. Hänsch hält seinen Vortrag "Der Pulsschlag des Lichts" am Mittwoch, 22. März, um 20 Uhr im Audimax der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1. Der Eintritt ist frei.

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