Enorme Wachstumsraten im e-commerce

- Genf - Im elektronischen Handel (e-commerce) werden in den kommenden Jahren enorme Wachstumsraten erwartet. Allerdings findet diese Form des Geschäftemachens bisher zu mehr als 95 Prozent in den Industriestaaten statt. Das geht aus dem Jahresentwicklungsbericht für den E-Handel hervor, den die Handels- und Entwicklungsorganisation der Vereinten Nationen (UNCTAD) am Donnerstag in Genf vorstellte.

Afrika und Lateinamerika zusammen wickeln nur weniger als ein Prozent des E-Handels ab. Die Voraussagen für die weltweite Entwicklung von e-commerce liegen für dieses Jahr zwischen 1,4 und 3,8 Billionen Dollar (1,1 und 3,2 Bio Euro). Steigerungen von bis zu 12,8 Billionen Dollar werden bis 2006 erwartet, wie es in dem Bericht heißt. 95 Prozent davon entfallen auf den so genannten business-to- business-Handel (B2B), also den Handel von Unternehmen untereinander. <P>Bei den privaten Kunden sind es vor allem die Besserverdienenden in den skandinavischen Staaten, in Großbritannien und in den USA, die das Internet zum Einkauf nutzen. Dort waren es 38 Prozent der Internetnutzer, in Mexiko dagegen nur weniger als 0,6 Prozent. Diese Statistik bezieht sich auf die Jahre 2000 und 2001. Rund ein Drittel der Käufe (32 Prozent) umfassten Software, 17 Prozent Eintrittskarten und zwölf Prozent Bücher. Hinzu kommen verstärkt Reise- oder Hotel- und Mietwagenbuchungen über das Internet, die in den USA im April dieses Jahres schon über die Hälfte aller Buchungen ausmachten.</P><P>In der Europäischen Union lag der Umfang der elektronischen Verkäufe 2002 bei etwa 30 Milliarden Dollar, was 1,6 Prozent des gesamten Verkaufsumsatzes entspricht. Dabei bremst die skeptische Beurteilung der Sicherheit von Kreditkarten die Kauflust. So hat Deutschland mit 18 Millionen zwar die größte e-commerce-Gemeinde in Europa. Aber die Verkaufszahlen um die Weihnachtszeit 2002 lagen mit 2,2 Milliarden Euro tiefer als in Großbritannien, wo 2,6 Milliarden Euro ausgegeben wurden. Auch hier legten vor allem die Reisebuchungen überproportional zu, heißt es in der UNCTAD-Studie.</P> 

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