Gericht hat entschieden

Entsperr-Geste: Apple verliert Patentschutz

München - Apple hat in Deutschland das Patent für die typische Schiebe-Geste zum Entsperren seiner iPhones und iPads verloren.

Das Bundespatentgericht entschied am Donnerstag, das Europäische Patent mit der Nummer EP1964022 sei nichtig. Apple kann gegen die Entscheidung beim Bundesgerichtshof in Berufung gehen. Rivalen wie Samsung und Motorola waren gegen das Patent vorgegangen.

Das Entsperren eines iPhones oder iPads über einen virtuellen Schieberegler auf dem Bildschirm ist eine der bekanntesten Funktionen seit dem Start der ersten Apple-Handys 2007. Apple hatte das Patent in mehreren Klagen eingesetzt. Rivalen greifen inzwischen zu anderen Gesten, mit denen die Nutzer ihre Geräte entsperren können. Deshalb hat das Schutzrecht inzwischen eher einen Prestige-Wert. „Dieses Patent ist für Apple nicht annähernd so strategisch wichtig wie es bekannt ist“, kommentierte etwa der deutsche Patent-Experte Florian Müller, der die Verhandlung am Donnerstag verfolgt hatte.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

"Pokémon Go" erhält Tauschmodus und Trainer-Freundschaften
Als "Pokémon Go" vor zwei Jahren erschien, tummelten sich mancherorts unzählige Monsterjäger auf den Straßen. Dabei dürfte die ein oder andere Freundschaft entstanden …
"Pokémon Go" erhält Tauschmodus und Trainer-Freundschaften
Stiftung Warentest wehrt sich: Streit um Löschung von Google-Treffern
Wer in der Google-Trefferliste Links zu Seiten mit beleidigendem Inhalten sperren lässt, muss damit rechnen, dass die Seiten weiterhin über Umwege bei Google zu finden …
Stiftung Warentest wehrt sich: Streit um Löschung von Google-Treffern
Bevölkerung sieht EU-Datenschutzverordnung skeptisch
Seit dem 25. Mai sind die neuen EU-Bestimmungen zum Umgang mit Personendaten in Kraft. Eine Studie zeigt, was die Menschen in Deutschland von der DSGVO halten.
Bevölkerung sieht EU-Datenschutzverordnung skeptisch
Falsche PC-Fehlerhinweise ignorieren
Die Bundesnetzagentur geht gegen eine neue Version des sogenannten Tech-Support-Betrugs vor. Die Behörde hat vier Rufnummern gesperrt, hinter denen vermeintliche …
Falsche PC-Fehlerhinweise ignorieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.