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Im Streit um die Erbschaftsteuer gibt es einen Kompromiss

Erbschaftsteuer: Die Einigung im Überblick

Die große Koalition hat einen Kompromiss im Streit um die Erbschaftsteuer erlangt. Details finden Sie bei uns.

Der Streit um die Erbschaftsteuer ist beigelegt. Am Donnerstagabend einigte sich die große Koalition. Ehepartner und Kinder müssen demnach keine Steuer zahlen, wenn sie ein geerbtes Haus bewohnen.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr war bereits ein Durchbruch erzielt worden, der den Praxis-Test aber nicht bestand. Auch jetzt muss das neue Reformwerk noch durch den Bundesrat, wenn es Anfang 2009 Gesetzeskraft erlangen soll, berichtet FAZ.net. Das Handelsblatt wertet den Kompromiss als einen Sieg Horst Seehofers.

Zwei Jahre rang die große Koalition um einen Kompromiss. Bis zuletzt drohte die Verständigung an der Frage zu scheitern, wie stark Erben von Eigenheimen von der Steuer befreit werden. Die Financial Times Deutschland beantwortet in einem Service-Artikel viele Fragen, die sich jetzt stellen.

  • Witwer und Witwen sowie Kinder überhaupt müssen keine Erbschaftsteuer zahlen, wenn sie das übernommene Haus selbst bewohnen. Eine Begrenzung des Wertes nach oben gibt es nicht.
  • Firmenerben zahlen gar keine Erbschaftsteuer, wenn der Betrieb zehn Jahre lang weiter geführt wird. Dies ist aber an eine schärfere Vorgabe gebunden als erwartet.
  • Familienunternehmer können nur wenig Privatvermögen als betriebsnotwendig deklarieren, um die Steuerlast zu drücken.
  • Bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer ging es vor allem um Symbolik und weniger um mehr Geld für den Staat. Die meisten Erben werden hierzulande bisher vom Fiskus gar nicht belangt.
  • Normales Familienvermögen soll trotz Aufwertung weiter steuerfrei vererbt werden können: Ehepartner sollen Vermögen von bis zu 500 000 Euro steuerfrei erben oder geschenkt bekommen können, Kinder jeweils bis zu 400 000 Euro und damit fast doppelt so viel wie heute.

Die FDP geht allerdings auch bei diesem Kompromiss davon aus, dass es eine Klagewelle geben wird, weil Familienunternehmen schlechter gestellt seien als börsennotierte Kapitalgesellschaften, schreiben die Welt und heute.de.

Ein Scheitern der Verhandlungen hätte bedeutet, dass die Erbschaftsteuer vom kommenden Jahr komplett weggefallen wäre.

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