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Der Strichcode: Ein paar Balken und Lücken, die das Leben beschleunigen.

Der Strichcode hat heute Geburtstag

Lücken und Balken machen unser Leben schneller. Vor 30 Jahren führte eine österreichischer Supermarkt den Strichcode an der Kasse ein. Das Patent für den Code wurde 7. Oktober 1952  erteilt.

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Piep, piep, piep: An der Kasse in Supermärkten ist dieses Geräusch kaum mehr wegzudenken. Ruckzuck geht es seit seiner Erfindung. Die Zeiten, als die Kassiererinnen jeden Preis per Hand in die Kasse eintippen müssen, sind vorbei. Heute hat der Strichcode Geburtstag: Am 7. Oktober 1952 wurde der Patentantrag für den Code angenommen, meldet Google.

Mit Strichcodes lassen sich verschiedene Daten speichern. Sie helfen nicht nur an Kassen, sondern auch beim Versand von Paketen und vielem anderen, was heute automatisiert ist. Deshalb sind Strichcodes oder auch Balkencode oder Barcode (engl. bar für Balken) kaum mehr wegzudenken. Der Strichcode ist eine optoelektronisch lesbare Schrift, die aus parelellen Strichen und Lücken verschiedener Breite besteht.

Die Daten in einem Barcode sind nicht verschlüsselt, sondern in binären Symbolen abgebildet. Sie werden mit optischen Lesegeräten, wie Barcodelesegeräten, also Scannern oder Kameras, maschinell eingelesen und elektronisch weiterverarbeitet.

Durchsetzen konnte sich der Strichcode nur langsam

Bereits 1949 gab es erste Versuche mit der Barcode-Technologie von Norman Joseph Woodland und Bernard Silver. 1973 wurde der UPC in Nordamerika eingeführt. Drei Jahre später im Jahr 1976 wurde der EAN-Code in Europa eingeführt (European Article Number). Eine Unterart dieses EAN-Cpodes sind die ISBN und ISSN-Nummern. In der Schweiz gab es um 1968 Versuche, Artikel elektronisch zu lesen. Beteiligt war die Supermarktkette Migros und die Firma Zellweger. Da das Verfahren noch nicht ausgereift war, wurden keine weiteren Versuche unternommen.

Durchgesetzt hat sich der Strichcode unter anderem durch den Druck, den die amerikanische Supermarktkette Wal-Mart in den 1970er Jahren auf die Produzenten ausgeübt hat. In einer Filiale der amerikanischen Supermarktkette Marsh wurde am 26. Juni 1974 in Troy, Ohio das erste mit einem Strichcode markierte Produkt, eine Zehnerpackung Juicy Fruit des Herstellers Wrigley, von einer Scannerkasse der Firma Datalogic (ehemals PSC / Spectra Physics) erfasst und verkauft. Der Wuppertaler Gewürzhändler Wichartz ließ als erstes deutsches Unternehmen am 1. Juli 1977 ein Produkt mit einem Strichcode bedrucken. In Österreich war es die Supermarktkette BILLA, die als erste 1979 zwei Filialen in Wien mit Scannern ausrüstete und den EAN-Code, der auch unter den Lieferanten nicht sehr verbreitet war, zu benutzen versuchte. Am Anfang schien das Projekt zu scheitern, aber dann kam es doch anders. Bald gab es weltweit viele Nachmacher und der Code setzte sich durch.

Susanne Sasse

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