Erfolg bei Brustkrebs

- Mit optimalen Behandlungsstrategien kann Brustkrebs heute oft brusterhaltend operiert oder eine Brustoperation sogar ganz vermieden werden kann. Auch die unangenehmen Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Übelkeit und Haarausfall lassen sich mit neuen Medikamenten verringern.

<P>"In der Zusammenschau der vier Therapiekomponenten können wir heutzutage bei früher Diagnose und Behandlung bis zu 98 Prozent der Brustkrebs-Patientinnen dauerhaft am Leben erhalten", erklärte Privatdozent Dr. Michael Untch, Leitender Oberarzt an der Frauenklinik München-Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München, beim Europäischen Krebskongress (ECCO) in Kopenhagen. "Bei fortgeschrittenen Tumorstadien, wenn der Tumor bereits mehr als fünf Zentimeter groß ist oder mehr als zehn Lymphknoten in der benachbarten Achselhöhle befallen sind, sinkt die Überlebensrate aber ganz rapide ab - auf 30 bis 40 Prozent."</P><P>Frauen, die bereits Metastasen (Tochtergeschwülste) in Leber, Lunge oder Knochen haben, sterben laut Untch mit relativ hoher Sicherheit an ihrer Erkrankung. Mit modernen Medikamenten könne man jedoch heute in jeder Phase der Brustkrebserkrankung bei vielen Frauen sehr viel größere Fortschritte erreichen, als bisher für möglich gehalten, so der Krebsspezialist.</P><P>Bei hormonabhängigem Brustkrebs Tumoren gibt es neue Behandlungsansätze mit so genannten Aromatasehemmern. Erfolgreich versprechend sind auch neue Substanzklassen von Medikamenten wie die Gruppe der so genannten Taxane. </P><P>Die Medikamente dieser Klasse stören die Kommunikation des Zellkerns mit den übrigen Bestandteilen der Zelle. Damit würden 80 bis 90 Prozent der Tumorzellen abgetötet. Aktuelle Studienergebnisse aus seiner eigenen Forschergruppe und aus den USA zeigen zum Beispiel, dass durch die wöchentliche, niedrig dosierte Gabe des Wirkstoffs Paclitaxel kleine Tumoren in bis zu 30 Prozent der Fälle ganz ohne Operation zum Verschwinden gebracht werden konnten.<BR></P>

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