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Während die Politiker streiten, trauern Angehörige um die Opfer des Einsturzes.

Kölner Stadtarchiv: Verstöße beim U-Bahn-Bau

Erste Gutachten zur Einsturzursache des Kölner Stadtarchivs sind veröffentlicht worden. Demnach haben sich die Baufirmen nicht an Vorgaben gehalten.

Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen und hunderte ihr Hab und Gut verloren haben, könnte tatsächlich durch den Bau der U-Bahn verursacht worden sein. Die Kölner Umweltdezernentin, Marlis Bredehorst, ging am Sonntagnachmittag mit brisanten Neuigkeiten an die Öffentlichtkeit.

Demnach habe die Baufirma, die von den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) mit dem Bau beauftragt wurden, sich nicht an Auflagen gehalten. Sie habe mehr Brunnen gebaut, als geplant waren, und mehr Grundwasser abgepumpt, als erlaubt war, sagte Bredehorst laut Kölner Stadtanzeiger (KSTA). Für den lokalen Radiosender WDR 5 erklärte ein Reporter die Konsequenzen.

Ob der Einsturz tatsächlich durch diese Verstöße verursacht wurde, dazu wollte sich Bredehorst allerdings nicht äußern. Der Focus berichtet, dass die Ermittlungen laut Polizei noch länger dauern können. Bei den Bauarbeiten der U-Bahn-Strecke habe es keine öffentliche Kontrolle gegeben, schreibt der Kölner Express. Der KSTA fordert nun von KVB und Stadt, sich zu erklären.

Letzte Fragen erklärt die Lokalzeitung in einem Frage- und Antwort-Stück. Den Kölnern bleibt indes nur Warten. Am Dienstag wird eine Gedenkstunde abgehalten. Derweil sind die Rettungsarbeiten der Archivalien in vollem Gange. Schon in fünf Jahren - so Süddeutsche Zeitung - soll ein neues Stadtarchiv stehen, dass über die Geschichte Kölns informiert.

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