Überraschende Wende? Bericht über erste GroKo-Gespräche 

Überraschende Wende? Bericht über erste GroKo-Gespräche 

Der erste Blick

- Ende des Jahres 1609 richtete zum ersten Mal ein Mensch ein Teleskop (das ein Jahr zuvor erfunden worden war) auf den Mars. Es war der italienische Gelehrte Galileo Galilei (1564-1642). Mit immer besser werdenden Teleskopen entdeckten die Sternenforscher bald Einzelheiten auf dem Himmelskörper.

<P>Der holländische Naturwissenschaftler Christiaan Huyghens (1629-1695) bemerkte als erster eine dunkle, dreieckige Zone auf der Marsoberfläche. Aus deren Positionsveränderungen errechnete er die Eigenrotation des Mars von rund 24,5 Stunden und fand heraus, dass die Polachse um 25,19 Grad gegenüber seiner Vertikalen geneigt ist. Außerdem vermutete er, dass der Mars eine Atmosphäre besitzen müsse. </P><P>Der deutsche Astronom und Teleskopbauer Friedrich Wilhelm Herschel entdeckte 1784 die eisbedeckten Polkappen des Mars. Fast 50 Jahre später, 1830, erstellte der Berliner Astronom Wilhelm Beer die erste Marskarte, wobei er die dunklen Flecken auf der Marsoberfläche als Gewässer und die hellen Regionen als Landmassen interpretierte. </P><P>Eis an den Polen, Schneeschmelze im Frühjahr, zum Teil auch grünliche Gebiete, die an Vegetation erinnerten und mit den Jahreszeiten ihr Aussehen änderten. Dies alles erschien den frühen Beobachtern vertraut. </P><P>Der amerikanische Astronom Asaph Hall entdeckte 1877 die Marsmonde Phobos und Deimos, die wie zwei Kartoffeln geformt sind. Im gleichen Jahr erstellte Giovanni Schiaparelli, der Direktor der Mailänder Sternwarte, eine Marskarte, die für die nächsten hundert Jahre maßgebend sein sollte. Er glaubte, feine Linien zu erkennen, welche die großen dunklen Flecken, die von Beer als Gewässer gedeutet worden waren, miteinander zu verbinden schienen. Er nannte die Linien Canali (Kanäle). Damit entstand die Vorstellung, der Mars besäße künstliche Kanäle. Da die nur von denkenden Lebewesen gebaut sein konnten, formte sich die Vorstellung einer hochentwickelten, menschenähnlichen Zivilisation auf dem Mars. Man stellte sich den Planeten als eine durch Dürre und Trockenheit zum Sterben verurteilte Welt vor, deren Bewohner um ihr Überleben kämpften und Wasser von den Polen über Kanäle zu dem austrocknenden Boden leiteten.</P><P>Dass es die Marskanäle und damit auch feuchte Gebiete nicht gibt, erfuhr die Welt erst mit Sicherheit im Juni 1965. Damals flog die amerikanische Raumsonde Mariner 4 in einer Entfernung von 10 000 Kilometern am Mars vorbei und funkte die ersten 22 Schwarzweiß-Fotos von der Oberfläche zur Erde. Es waren die ersten Nahaufnahmen einer fremden, mit Kratern übersäten Welt. </P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schrift für Word-Formeln ändern
Mit Microsoft Word lassen sich mühelos selbst komplexe mathematische Formeln erstellen und bearbeiten. Es stehen verschiedene Schriftarten zur Auswahl.
Schrift für Word-Formeln ändern
3D-Touch löst WLAN- und Bluetooth-Problem von iOS 11
Das Deaktivieren von WLAN und Bluetooth ist beim Betriebssystem iOS 11 etwas umständlicher als bei seinem Vorgänger. Es sei denn man nimmt eine Abkürzung über die …
3D-Touch löst WLAN- und Bluetooth-Problem von iOS 11
Webseite hilft beim Verbessern pixeliger Fotos
Digitalkameras werden immer besser - und mit ihnen die Bildqualität. Da sehen alte Fotos nicht mehr so attraktiv aus. Eine Webseite hilft dabei, diese auf den neuesten …
Webseite hilft beim Verbessern pixeliger Fotos
„Digitalisierung krempelt auch das letzte kleine Geschäft um“
Interview mit Thomas Kaspar, Chief Product Officer und Chefredakteur der Zentralredaktion.
„Digitalisierung krempelt auch das letzte kleine Geschäft um“

Kommentare