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Produktmanager Erick Tseng stellt das Nexus One vor

Das ist das erste Google-Handy

Mountain View - Google hat am Dienstag erstmals ein Handy vorgestellt, mit dem das kalifornische Unternehmen nach Internet-Suche und Online-Software in einen weiteren Geschäftsbereich einsteigt.

Das Smartphone mit der Bezeichnung “Nexus One“ sei eine “großartige Verbindung von Form und Funktion“, sagte Produktmanager Erick Tseng bei der Präsentation in Mountain View.

Das Nexus One wird ab sofort in den USA, später auch in Deutschland eingeführt. Ohne Vertrag kostet das Gerät bei Google 529 Dollar (366 Euro), mit T-Mobile-Vertrag in den USA sind es 179 Dollar (124 Euro).

Das Nexus One von Google

In Europa soll das “Nexus One“ auch mit anderen Netzbetreibern wie Vodafone vertrieben werden. Trotz seiner geringen Ausmaße mit einer Tiefe von 11,5 Millimetern und einem Gewicht von 130 Gramm birgt das in Taiwan von HTC gefertigte Handy besonders leistungsfähige Bauteile.

So ist der Prozessor mit einer Taktrate von einem Gigahertz schneller als die meisten Konkurrenten. Mit Hilfe von zwei Mikrofonen auf Vorder- und Rückseite soll es möglich werden, beim Telefonieren Hintergrundgeräusche zu reduzieren.

Das Nexus One von Google

Die integrierte Spracherkennung macht es möglich, Anwendungen wie eine Kartensuche mit der Stimme zu steuern. Das “Nexus One“ tritt sowohl gegen das iPhone von Apple an als auch gegen andere Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android.

Es verfügt über die neueste Version dieses System (2.1) und legt natürlich einen besonderen Schwerpunkt auf Web-Anwendungen von Google. Fotos (mit einer Auflösung von fünf Megapixel) und Videos lassen sich einfach im Netz speichern oder zur Google-Tochter YouTube hochladen.

Eine neuartige Wetteranwendung nutzt das GPS-Signal, um den Wetterbericht für den jeweiligen Standort anzuzeigen. Die integrierte Spracherkennung macht es möglich, Anwendungen wie eine Kartensuche mit der Stimme zu steuern.

Eine Schiefertafel von Apple?

Weitaus spekulativer sind alle Äußerungen über einen neuen Computer von Apple, der schon seit Monaten durch die Blogs spukt. Auch ein Datum wollen einige Medien in den USA schon kennen - genannt wird der 26. Januar in San Francisco, was Apple aber nicht bestätigt.

Die einschlägigen Gerüchte-Blogs spekulieren heftig darüber, dass Steve Jobs persönlich einen ersten Mac mit der Form und den Funktionen eines Tablet-Computers präsentieren könnte. Als Name geistert die Bezeichnung “islate“ herum - der englische Begriff “slate“ bedeutet soviel wie Schiefertafel. Apple hat seit jeher ein zwiespältiges Verhältnis zu solchen Berichten. Einerseits freut man sich über die große Resonanz. Andererseits löst die vorzeitige Veröffentlichung von internen Informationen immer wieder Ärger und manchmal sogar Prozesse aus.

Die vorzeitige Veröffentlichung von Hinweisen in einflussreichen Blogs erweckt mitunter den Eindruck einer gezielten PR-Kampagne, um das Interesse an Neuheiten zu steigern - eine Vermutung, die von Apple-Sprecher Georg Albrecht zurückgewiesen wird: “Das ist nicht unsere Art der Öffentlichkeitsarbeit.“ Inzwischen ist selbst das Zentralorgan der Apple-Gerüchteküche, macrumors.com, sehr vorsichtig mit der Einschätzung geworden, ob Ende Januar ein neuer Mac in welcher Form auch immer das Licht der Welt erblicken wird, und spricht mit Blick auf andere Blogs vom “Wahnsinn der Erwartung“. Zur Therapie bietet sich einfach eine Verschiebung der Erwartungshaltung an: Bis Ende des Jahres wird noch über genug interessante Gadgets von Apple und anderen zu berichten sein.

AP

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