Erstmals Mäuse aus "künstlichen" Spermien erzeugt

- Göttingen/Cambridge - Forschern der Universität Göttingen ist es nach eigenen Angaben erstmals gelungen, Mäuse mit Hilfe "künstlicher" Spermien zu erzeugen. Aus embryonalen Mäuse-Stammzellen seien männliche Keimzellen entwickelt und damit Eizellen künstlich befruchtet worden, teilte die Hochschule am Montag mit.

Die Ergebnisse seien ein "Meilenstein auf dem Weg zum Verständnis der Bildung männlicher Keimzellen bei Säugetieren", sagte der Humangenetiker Prof. Karim Nayernia. Die Wissenschaftler haben ihre Arbeit in der US-Fachzeitschrift "Developmental Cell" (Bd. 11, S. 125) veröffentlicht.

Die Forscher hatten embryonale Mäuse-Stammzellen mit Hilfe bestimmter Wachstumsfaktoren dazu angeregt, sich in einem Kulturmedien zu männlichen Keimzellen zu entwickeln. Mit diesen Spermien-ähnlichen Zellen wurden dann 65 Eizellen befruchtet und in Mäuse eingebracht.

Die sieben daraufhin geborenen Mäuse waren allerdings entweder größer oder kleiner als auf natürlichem Weg gezeugte Artgenossen und starben früher. Beides deute auf eine unvollständige "Umprogrammierung des Genoms während der Keimzellbildung" hin, sagte Nayernia. Es sei demnach nicht gelungen, alle komplizierten Entwicklungsschritte bei der Spermienbildung in der Kulturschale vollständig nachzuvollziehen.

Die Experimente sollen jetzt an Weißbüschelaffen wiederholt werden, "um zu erfahren, ob die Methode auch bei Primaten funktioniert", sagte der Direktor der Abteilung Humangenetik, Prof. Wolfgang Engel.

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