Experte: Chrome gaukelt falsche Sicherheit vor

Der Internet-Konzern Google wiegt die Nutzer seines neuen Browsers Chrome nach Ansicht eines Experten in falscher Sicherheit.

"Google müsste seinen Nutzern deutlich sagen: Das hier ist eine Beta-Version zum Testen", forderte Daniel Bachfeld vom Computermagazin c't am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa. So seien innerhalb kurzer Zeit drei kritische Sicherheitslücken bekannt geworden. Bachfeld empfahl Nutzern, die Software vorerst nur eingeschränkt einzusetzen - etwa auf vertrauenswürdigen Websites.

Bachfeld kritisierte, dass Google mit seiner Produktpolitik den Begriff Beta-Version aufweiche. Zahlreiche funktionsfähige und weit verbreitete Produkte würden vom Unternehmen durch diese Bezeichnung noch als vorläufig deklariert, darunter der E-Mail-Service Gmail und der Online-Kalender. "Die Leute können nicht mehr unterscheiden, ob ein Produkt vorläufig oder final ist." Anders als diese mittlerweile ausgereiften Dienste habe Chrome jedoch tatsächlich noch eklatante Schwächen. "Wenn Microsoft so vorgehen würde, gäbe es einen großen Aufschrei", ist Bachfeld überzeugt.

Nach Informationen des Experten sind bislang drei potenziell gefährliche Sicherheitslücken dokumentiert, die Google nach kurzer Zeit mit Aktualisierungen der Software gestopft habe. Bachfeld ist jedoch davon überzeugt, dass weitere Probleme auftauchen werden, da nun weltweit Computerfachleute den Browser unter die Lupe nehmen. Er riet Nutzern, Chrome derzeit nur "zum Anschauen und Testen" und nur auf vertrauenswürdigen Websites zu verwende.

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