Experten warnen vor gefährlicher Windows-Sicherheitslücke

- Hamburg - Sicherheits-Experten haben in der Nacht zum Freitag erneut vor einer äußerst gefährlichen Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows gewarnt. "Alle Windows-Nutzer sollten sich unverzüglich den von Microsoft erst vor wenigen Stunden bereitgestellten Patsch zum Schließen der Lücke herunterladen", sagte der Karlsruher Virenexperte Christoph Fischer.

"Die Auswirkungen des seit einigen Tagen kursierenden Schädlings lassen sich noch gar nicht abschätzen." Die am 27. Dezember bekannt gewordene Lücke hätte sich bereits einen Tag danach ein Schadprogramm zu Nutze gemacht, das sich in beliebige Bilder oder Banner im Internet eingenistet habe.

"Das Verheerende daran ist, dass sich das Trojanische Pferd bereits beim Anschauen eines infizierten Bildes verbreitet", sagte Fischer. "Und das kann überall in jedem Bild im Internet sein." Trojanische Pferde sind Schadprogramme, die sich vom Anwender unbemerkt einschleichen und Daten auf den gekaperten Rechnern ausspähen oder weiterleiten. Über die infizierten Rechner würden anschließend so genannte Phishing-Aktionen gestartet. Unter den Geschädigten befänden sich unter anderem bereits über 200 Banken weltweit, sagte Fischer.

Die Lücke sei im so genannten Windows Media File (WMF) des Betriebssystems entdeckt worden. Nach Medienberichten hatte Microsoft die Lücke zunächst als wenig gefährlich eingestuft. Allerdings hatte bereits vor zwei Tagen auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie BSI vor der Schwachstelle gewarnt. Microsoft bietet inzwischen ein Hilfsprogramm (Patch) zum Stopfen der Lücke für die Betriebssysteme Windows 2000, XP und 2003 Server an. Für Windows ME und 98, die ebenfalls betroffen seien, gebe es derzeit keinen offiziellen Schutz, sagte Fischer.

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