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Die Miniaturkamera soll in das künstliche Auge eingesetzt werden.

Eyeborg und Cyborg:  Mann setzt sich Kamera ins Auge

USB-Stick statt Finger, eine Kamera im Auge und ein blinder Maler, der dank Technik Farben hört: Die Zukunft ist in der Medizin längst angekommen.

Das ist wohl wahre Hingabe zum Beruf: Der finnische Programmierer Jerry Javala verlor bei einem Motorradunfall einen Finger. Statt einer mechanischen Prothese ließ er sich einen USB-Stick in den künstlichen Finger setzen.

Zwischen Computertipps voll kryptischer Programmiercodes erklärt Javala in seinem Blog auf englisch, was ihn dazu bewegt hat und wie er seinen USB-Finger nutzt. Die Prothese ist abnehmbar. Wenn er den USB-Stick braucht, steckt er den Finger in den USB-Slot und bearbeitet die darauf gespeicherten Daten. Sobald er fertig ist, nimmt er den Finger wieder ab und setzt ihn an die Hand. Mehr dazu hat Spiegel Online.

Kameras statt Augen

Es ist nicht der erste bekannt gewordene Fall, in dem sich ein Mensch die Prothese durch Technik aufmotzen ließ. Einer, der sich selbst Cyborg nennt, also ein Mischwesen aus Mensch und Maschine, ist der britische Pianist und Maler Neil Harbisson. Er soll eine Krankheit haben, die ihn nur schwarz, weiß und grau sehen lässt. Eine Kamera an seiner Stirn wandelt Farben in Töne um. Jeder Farbton ist einem akustischen Ton zugeordnet. So erkennt Harbisson, mit welcher Farbe er malt. Auf seiner Website kann man sich einige Farben probeweise anhören.

Für Aufsehen hat die Idee von Rob Spence vor wenigen Tagen gesorgt. Der kanadische Kameramann will zur menschlichen Kamera werden. Vor Jahren musste ihm eines seiner Augen entfernt werden. Nun will sich der 37-Jährige eine drahtlose Kamera ins Auge setzen lassen. Er wird damit nicht sehen, die Kamera wird nicht mit seinem Gehirn verbunden sein. Aber er will alles, was er sieht, auch filmen. Und er will auch damit spielen, dass manche Menschen ihr komplettes Leben im Fernsehen und Internet ausleben.

Rob Spence, der sich selbst Eyeborg nennt, schreibt über sein Augenprojekt. Gerade hat er sein altes Blog aufgegeben und ist auf eine neue Adresse umgezogen. Dort zeigt er auch einen Film über die Operation, in der ihm das Auge amputiert wurde. Die Aufnahmen sind allerdings nichts für Zartbesaitete. Das Magazin Wired hat ein ausführliches Interview mit dem Kameramann geführt.

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