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Einmal "Gefällt mir" bei Facebook geklickt, und schon versprechen einige Anbieter bares Geld. Ein Gewinn versprechendes Geschäft für drei Parteien. 

Bis zu 10 Cent pro Klick

Facebook: Bares Geld für jedes "Gefällt mir"

München - Unternehmen, die sich im Internet Fans einkaufen? Auf Facebook scheint das tatsächlich der Fall zu sein. Der Handel mit "Gefällt-mir"-Angaben boomt.

Aus einem Bericht der Zeitschrift Computerbild geht hervor, dass sich zahlreiche Unternehmen für ihren Facebook-Auftritt falsche Freunde kaufen, um besonders beliebt zu erscheinen. Mit speziellen Anbietern als Zwischen-Instanz entsteht demnach eine Art Dreiecks-Beziehung, von der alle Seiten profitieren.

Anbieter wie "Fandealer", "Facebooktausch" oder "Fanslave" zahlen demnach etwa 30 Cent dafür, dass ihre Kunden auf einem Firmenprofil bei Facebook den "Gefällt-mir"-Daumen drücken. Für diesen Klick bekommen die Nutzer demnach 5 Cent - Eine Aktion, die sich bei den unzähligen Firmenprofilen auf dem sozialen Netzwerk nahezu beliebig oft wiederholen lässt. Die Anbieter werben online mit Versprechen wie "lebenslangem passiven Einkommen" oder "Professionellem Social Marketing zu günstigen Konditionen".

Von den gekauften Freunden haben auch die Unternehmen etwas: Klickt ein User auf "Gefällt mir" und hat seine Einstellungen nicht bearbeitet, erscheint diese Information auf seiner Pinwand. Auch all seine Internet-Freunde können damit sehen, dass ihr Bekannter diese und jene Unternehmen mag. Unter Umständen entwickelt sich also aus jedem nach oben gerichteten Daumen eine kleine Kettenreaktion, an deren Ende eine riesige Fangemeinde für ein bestimmtes Unternehmen entsteht.

Der Computerbild nach geht der Handel mit "Gefällt-mir"-Angaben so weit, dass die Anbieter ihren Kunden täglich Listen mit Firmen zukommen lässt, die der User bei Facebook "liken" soll. Wie ein Sprecher von Facebook gegenüber Computerbild klar stellte, verurteile man "Ansätze, die den Handel mit Facebook-Fans betreffen" und gehe entsprechenden Hinweisen nach.

jodl

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