Offenbar Banklizenz beantragt

Kommt jetzt eine eigene Facebook-Währung?

München - Angeblich hat der Social-Network-Riese Facebook eine Banklizenz in Irland beantragt. Der Einstieg in den Bereich des Online-Bankings wäre nur der nächste logische Schritt.

Die Expansion von Facebook geht in die nächste Runde. Nach den Übernahmen von WhatsApp und Occulus Rift soll das Netzwerk jetzt angeblich in die Sparte des Online-Payments einsteigen.

Kein Wunder, denn die Bezahlsysteme im Internet boomen. Der Umsatz bewegt sich mittlerweile im Milliardenbereich und viele Technologie-Größen sind schon auf den Zug aufgesprungen. Unter anderem arbeitet Amazon an einem eigenen Bezahldienst und auch Apple will den Online-Geldfluss mit einem neuen System vereinfachen. Da dürfte es nicht mehr lang dauern, bis das größte Social Network der Welt einsteigt.

Bei fast 1,3 Milliarden Mitgliedern mit unzähligen Interaktionen wäre eine Online-Bezahlform nur der nächste logische Schritt für Facebook. Da wundert es nicht, dass die Financial Times von einem Antrag für eine Banklizenz berichtet, den das Soziale Netzwerk in Irland gestellt haben soll. Außerdem befindet sich das Unternehmen angeblich in Kooperationsgesprächen mit den britischen Start-ups TransferWise, MoniTechnologies und Azimo, wie meedia.de mit Bezug auf die Financial Times berichtet. Alle drei beschäftigen sich mit dem Thema des mobilen Zahlungseinsatzes.

Mit der entsprechenden Lizenz könnten User in Zukunft via Facebook Transaktionen tätigen und mögliche E-Commerce-Aktivitäten verstärken, an denen das Social Network dann beim Zahlungseinsatz verdienen würde.

Laut Financial Times würde Facebook mit seinem Bezahldienst in erster Linie auf expandierende Schwellenländer abzielen, in denen der Kreditkarteneinsatz noch nicht sehr weit verbreitet ist.

Facebooks Aufstieg vom Studentenwohnheim zum Milliarden-Konzern

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mzl

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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