+
Internet-Betrüger locken auf Facebook mit einem vermeintlichen Video des abgestürzten Fluges MH370 der Malaysia Airlines in eine Falle.

Facebook-Betrug

Fiese Abzocke mit Fake-Videos von Flug MH370

  • schließen

München - Die Tragödie um Flug MH370 wird nun auch von Internet-Betrügern ausgenutzt. Sie locken User auf Facebook mit einem angeblichen Video des abgestürzten Flugzeugs in die Falle.

Internet-Ganoven verbreiten auf Facebook ein vermeintliches Video von der Unglücksstelle des abgestürzten Flugzeugs MH370. In den vergangenen Tagen tauchte bei vielen Usern ein Statusbeitrag mit dem Titel (Rechtscheibung unverändert) auf: "[Schockierendes Videos] Malaysia Flugzeug wurde gefunden!"

Wie das Portal "Mimikama.at" berichtet, nutzen die Betrüger die Sensationsgier der Facebook-User für eine fiese Masche aus. Denn: Wer auf den Statusbeitrag klickt, um das vermeintliche MH370-Video anzusehen, wird auf eine externe Webseite weitergeleitet. Dort wird der User aufgefordert, das Video in seinem Facebook-Account zu teilen.

Nun treten die Facebook-Betrüger mit zwei verschiedenen Maschen auf den Plan: 

MH370-Video fürhrt zu Login-Datenklau

1. Klickt man auf den "Play"-Button, dann wird man aufgefordert, das Video zu teilen. Wer sich darauf einlässt, wird anschließend auf eine Seite weitergeleitet, die der Facebook-Login-Seite ähnelt. Aber Vorsicht! Dabei handelt es sich nicht um die Anmelde-Seite. Dies lässt sich ganz einfach anhand von einigen fehlerhaft angezeigten Buchstaben feststellen. Wer nun seine Login-Daten eingibt, leitet diese an Internet-Betrüger weiter, die nun Zugriff auf das eigene Facebook-Konto haben!

MH370-Video führt zu Dating-Portal

2. Wer der Aufforderung nachkommt und das vermeintliche Absturz-Video teilen will, öffnet zunächst ein Popup-Fenster. Nun meldet sich im Facebook-Chat eine "GinaLiiiisaLooo". Die "Unbekannte schreibt immer dieselben Nachrichten: "Muss hier gleich wieder verschwinden. :p" und "Gib schnell Deine Handynummer." Zu sehen ist im Chat-Fenster auch ein kleines Video. Diese Nachrichten werden vorgeblich immer von einem Ort aus der Nähe des jeweiligen Nutzers verschickt. Vermutlich wird dazu die IP-Adresse des Facebook-Nutzers ausgelesen.

Flug MH370: Chronologie einer Suche

Flug MH370: Chronologie einer Suche

Wer nun auf das Video im Chatfenster klickt, landet umgehend auf einer Erotik-Seite namens "erotik.tv". Diese animiert den User nun, sich auf dem Portal anzumelden.

Wer das Video des vermeintlichen MH370-Absturzes tatsächlich teilt, landet ebenfalls auf einer Dating-Seite. Diese trägt den Namen "FAN-PROFILE.COM". Und welch Zufall: Abermals wohnen die vermeintlich kontaktfreudigen Damen im Wohnort des Users. Dabei machen die Betrüger sich wohl wieder die jeweilige IP-Adresse zunutze. Vorsicht! Im Kleingedruckten der AGB von "FAN-PROFILE.COM" ist zu lesen, dass das Portal für eine Premiummitgliedschaft Geld verlangt. So machen sie die Ganoven die Sensationsgier des Facebook-Users zunutze, um Geld zu verdienen.

Was sollen Opfer des MH370-Fakes tun?

Wer auf die Masche reingefallen ist, sollte die Facebook-Chronik öffnen und das Video umgehend als Spam melden.

fro

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neu auf dem Markt: Frische Smartphones und HD-Audio
Musik-Streamingdienst Deezer lockt mit Musik kostenlos in Hifi-Qualität. Das gilt für Nutzer, die die neue Desktop-App herunterladen. Neu in den Regalen liegen zudem die …
Neu auf dem Markt: Frische Smartphones und HD-Audio
Amazons Alexa: Einkaufen per Sprache von Anfang an aktiviert
Sprachassistenten wie Alexa sollen Nutzern Arbeit abnehmen - auch beim Bestellen von Produkten. Mancher fürchtet aber, dass dann ein unbedachter Satz gleich eine …
Amazons Alexa: Einkaufen per Sprache von Anfang an aktiviert
Streamingdienste bieten mehr als Musikplayer-Apps
Die CD-Sammlung verstaubt mittlerweile bei vielen im Regal. Die Musik ist digitalisiert und wird mit einem Player an Rechner oder Smartphone abgespielt - wenn denn …
Streamingdienste bieten mehr als Musikplayer-Apps
Private Nachrichten von anderen nicht veröffentlichen
Eine persönliche Nachricht sollte vor allem eins sein: privat und damit nicht für alle zugänglich. Wer dies nicht beachtet und Mitteilungen veröffentlicht, dem drohen …
Private Nachrichten von anderen nicht veröffentlichen

Kommentare