Facebook-Chef Zuckerberg verspricht einfachere Datenschutz-Kontrolle

Das Online-Netzwerk Facebook will seinen Nutzern nach massiver Kritik einfachere Kontrolle über ihre persönlichen Informationen geben. Chef und Gründer Mark Zuckerberg räumte in einem Gastbeitrag in der „Washington Post“ am Montag Fehler ein.

Lesen Sie auch:

Facebook will Datenschutz-Regeln vereinfachen

Facebook verunsichert Nutzer mit wechselnden Datenschutzbestimmungen

US-Datenschützer verklagen Facebook

Aigner fordert mehr Datenschutz von Facebook

Facebook habe die Verwaltung der privaten Daten zu kleinteilig aufgebaut, „es war nicht das, was viele von Ihnen wollten“. In den kommenden Wochen werde die Kontrolle über die Privatsphäre vereinfacht. Zugleich bekräftigte Zuckerberg, dass Facebook keine Informationen ohne Erlaubnis der Nutzer offen zugänglich mache, persönliche Informationen nicht an Werbekunden weitergebe und an niemanden verkaufe. Bei Facebook können Nutzer Profile anlegen und Nachrichten, Bilder oder Videos miteinander austauschen. Sie können dabei grundsätzlich entscheiden, ob ihre Informationen für alle oder nur für ihre freigeschalteten Freunde sichtbar sind. Das Netzwerk wächst schnell und bewegt sich derzeit auf die Marke von 500 Millionen Mitgliedern zu.

Facebook war zuletzt unter schwere Kritik geraten. Nachdem Vorwürfe laut wurden, Facebook gehe zu lax mit persönlichen Daten um, sollen mehr Nutzer einen Ausstieg erwogen haben. Zahlen dazu gibt es allerdings nicht.

Auch Zuckerberg räumte ein, Mitglieder fühlten sich von den Datenschutz-Einstellungen verwirrt und fänden sie nicht transparent genug. Sie waren dabei in guter Gesellschaft: Laut US-Medienberichten machte auch der Gründer selbst Anfang des Jahres einige private Bilder versehentlich für alle sichtbar, nachdem Facebook die Regeln geändert hatte. Das lag daran, dass bei der Änderung volle Offenheit als Standard-Einstellung vorgeschlagen wurde.

Zuckerberg hatte die Anpassung der Datenschutz-Einstellungen bisher damit verteidigt, dass die Nutzer als „soziale Norm“ mehr Informationen offen zugänglich machen wollten. Neuen Ärger gab es zum Wochenende, als das „Wall Street Journal“ berichtete, Facebook habe in einigen Fällen Werbekunden die Möglichkeit gegeben, zu erkennen, welche Nutzer ihre Werbung anklicken.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Streamingdienste bieten mehr als Musikplayer-Apps
Die CD-Sammlung verstaubt mittlerweile bei vielen im Regal. Die Musik ist digitalisiert und wird mit einem Player an Rechner oder Smartphone abgespielt - wenn denn …
Streamingdienste bieten mehr als Musikplayer-Apps
Private Nachrichten von anderen nicht veröffentlichen
Eine persönliche Nachricht sollte vor allem eins sein: privat und damit nicht für alle zugänglich. Wer dies nicht beachtet und Mitteilungen veröffentlicht, dem drohen …
Private Nachrichten von anderen nicht veröffentlichen
Android 7 läuft auf jedem fünften Gerät
Das Betriebssystem Android 7 ist etwas mehr als ein Jahr auf dem Markt. Dennoch läuft es schon auf jedem fünften Gerät. Dadurch rückte die Software in der Rangliste weit …
Android 7 läuft auf jedem fünften Gerät
WhatsApp-Sicherheitslücke: Jeder kann verfolgen, wann und mit wem Sie chatten
Überwachung war selten so einfach: Ein amerikanischer Software-Entwickler entdeckte ein Tool, mit dem man die Aktivitäten eines jeden WhatsApp-Users protokollieren kann. 
WhatsApp-Sicherheitslücke: Jeder kann verfolgen, wann und mit wem Sie chatten

Kommentare