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Für einen klaren Durchblick und Transparenz will Facebook sorgen, indem es die Daten über Behörden-Anfragen offenlegt. Foto: Jens Büttner

Facebook: Deutlich mehr Behördenanfragen zu Nutzerdaten

Berlin (dpa) - Seit dem vergangenen Jahr ist die Zahl der Behördenanfragen zu Facebook-Nutzerdaten um fast ein Viertel gestiegen. In knapp 40 Prozent der Fälle in Deutschland hat Facebook die Daten ausgehändigt.

Facebook hat im ersten Halbjahr 2014 weltweit 34 946 Anfragen von Behörden auf Herausgabe von Nutzerdaten erhalten. Das sei ein Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2013, teilte das Soziale Netzwerk zur Veröffentlichung seines Transparents-Reports mit. Im gleichen Zeitraum stieg demnach die Zahl der Inhalte, die auf Wunsch der Behörden aus dem Netz genommen wurden, um 19 Prozent. In Deutschland gab es 2537 Anfragen auf Herausgabe von Nutzerdaten, ein Jahr zuvor waren es noch 1886 Anfragen - das bedeutet eine Steigerung von fast 50 Prozent.

In fast 40 Prozent der Fälle habe Facebook Daten in Deutschland ausgehändigt. In den Vereinigten Staaten seien sogar über 80 Prozent der insgesamt 15 433 Anfragen erfüllt worden. Vor einer Herausgabe von Daten prüfe Facebook bei jeder Anfrage genau, ob diese ausreichend rechtlich begründet ist. Die Anfrage eines Gerichts in New York habe das Unternehmen beispielsweise wegen Unverhältnismäßigkeit zurückgewiesen. Das Gericht hätte die Herausgabe sämtlicher Daten von 400 Nutzern gefordert.

Auch Google veröffentlicht seit geraumer Zeit regelmäßig Daten darüber, wie oft welche Behörden weltweit an welchen Daten interessiert sind. Der Kurznachrichtendienst Twitter hatte zuletzt gegen die US-Regierung geklagt. Für eine bessere Transparenz für seine Nutzer will der Dienst mehr Details zu den Anfragen veröffentlichen, als bislang von den Behörden erlaubt.

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