Gesichtserkennung: Facebook kauft face.com

New York - Das Netzwerk Facebook bestätigte den Kauf der Firma Face.com - die angeblich über die genaueste Gesichtserkennungssoftware der Welt verfügt.

Laut Medienberichten hat Facebook 80 bis 100 Millionen Dollar (63 bis 79 Millionen Euro) für Face.com bezahlt. Mit der Eingliederung der Mitarbeiter des Unternehmens in das Facebook-Team “haben wir mehr Möglichkeiten, großartige Produkte zu bauen“, schrieb die israelische Firma Face.com im offiziellen Blog. “Das ist alles, was wir wollen.“

Facebooks Aufstieg vom Studentenwohnheim zum Milliarden-Konzern

Facebooks Aufstieg vom Studentenwohnheim zum Milliarden-Konzern

Gesichtserkennung erlaubt es Facebook-Nutzern, ihre Freunde auf Fotos automatisch zu markieren. Face.com bietet diese Funktion bereits in einer separaten Software für Smartphones an. Deswegen wird der Kauf von Experten als wichtigen Schritt für Facebooks Mobilstrategie gewertet. Täglich werden nach Unternehmensangaben über 300 Millionen Fotos auf Facebook geteilt. Markierungen helfen dem Netzwerk, Verbindungen zwischen seinen Nutzern zu erkennen und die Bilder in den Nachrichtenstreams von Freunden der Nutzer richtig zu gewichten.

Datenschutz-Sorgen führte zu Verfahren

Facebook hatte bereits 2010 Funktionen für die automatische Gesichtserkennung eingeführt. Datenschützer in Hamburg hatten wegen Bedenken bezüglich des Schutzes der Privatsphäre ein Verfahren eingeleitet. Es wurde in der vergangenen Woche unterbrochen, nachdem Facebook Bereitschaft gezeigt hatte, sich an die EU-Richtlinien für die Nutzung biometrischer Daten zu halten.

Die Aktie von Facebook gewann am Montag weiter an Wert. Das Papier steigerte sich um rund sechs Prozent auf 31,83 Dollar. Der Kurs liegt allerdings immer noch rund sechs Dollar unter dem Ausgabepreis beim Börsengang vor etwa vier Wochen.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Facebook stellt unser Informations-Ökosystem auf den Kopf
Unterstützt der Papst Donald Trump? Bei Fake News lässt sich oft schwer nachvollziehen, wo sie eigentlich herkommen. Sie zu kennzeichnen, hält der Medienwissenschaftler …
Facebook stellt unser Informations-Ökosystem auf den Kopf
Zwei von drei Online-Käufern achten auf Produktbewertungen
Beim Online-Shopping lassen sich Produkte nicht ausprobieren. Viele setzen deshalb bei der Kaufentscheidung auf die Beurteilungen anderer Nutzer, zeigt eine Umfrage. …
Zwei von drei Online-Käufern achten auf Produktbewertungen
Wo ist die Nacht noch dunkel? Eine Webseite verrät es
Um den Sternenhimmel zu betrachten, muss die Nacht nicht nur wolkenlos sein. Wichtig ist auch, dass es keine Lichtverschmutzung gibt. Eine Online-Karte zeigt die …
Wo ist die Nacht noch dunkel? Eine Webseite verrät es
Schluss mit dem Geplärre: Smartphone-Klang verbessern
Nicht selten schlummern ganz Musiksammlungen auf Smartphones und Tablets. Doch Hi-Fi-Feeling kommt bei der Wiedergabe über die eingebauten Mini-Lautsprecher nicht …
Schluss mit dem Geplärre: Smartphone-Klang verbessern

Kommentare