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Die Richtlinien bei Facebook sollte man genau unter die Lupe nehmen.

Haben wir künftig noch was zu melden?

Facebook lässt über Regeländerungen abstimmen

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Berlin - Haben die Facebook-Nutzer künftig noch etwas mitzureden? Das Netzwerk lässt seine User über wichtige Regeländerungen abstimmen, unter anderem, ob es künftig überhaupt noch eine Mitbestimmung geben wird.

Die mehr als eine Milliarde Facebook-Nutzer können seit Montag, 3. Dezember über wichtige Regeländerungen abstimmen, die das Online-Netzwerk geplant hat. Unter anderem entscheiden die User, ob solche Abstimmungen künftig überhaupt noch stattfinden. Nachdem bei einem vergangenen Voting gerade mal 0,04 Prozent der Mitglieder teilgenommen hatten, will Facebook in Zukunft auf das Mitspracherecht verzichten.

Das soll geändert werden

Neben der Abschaffung der Meinungsabstimmungen, will Facebook mit der Regeländerung auch einige Datenschutz-Einstellungen erneuern. So behält sich das Online-Netzwerk das Recht vor, Daten mit anderen Firmen im Konzernverbund zu teilen - was angesichts von Übernahmen wie etwa dem Kauf des Fotodienstes Instagram notwendig wurde. Außerdem wird jetzt deutlicher darauf hingewiesen, dass andere Nutzer unter Umständen weiterhin Informationen sehen können, die man aus der eigenen Chronik entfernt hat. Dies hatte die zuständige irische Datenschutzbehörde gefordert.

Welche weiteren Änderungen der Datenverwendungsrichtlinien sowie der Rechten und Pflichten vorgeschlagen werden, ist hier nachzulesen. Der für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zuständige Facebook-Vizepräsident Elliot Schrage hat sich zum User-Feedback bezüglich der geplanten Änderungen in einer Stellungnahme geäußert.

Bis zum 10. Dezember (12 Uhr) ist es an den Nutzern, zu entscheiden, ob die neuen Richtlinien in Kraft treten, oder die bestehenden weitergelten. Das Ergebnis wird laut Facebook am 11. Dezember bekanntgegeben.

Abstimmung auf Facebook

300 Millionen User müssen abstimmen

Die Hürde für einen Erfolg einer Facebook-Abstimmung ist hoch: 30 Prozent aller Mitglieder, was aktuell mehr als 300 Millionen Menschen entspricht, müssen am Voting teilnehmen, damit es für Facebook verbindlich wird. Das Netzwerk will die Abstimmungen unter anderem durch neue Gelegenheiten ersetzen, direkt Fragen an die Verantwortlichen für Datenschutz zu stellen. Rund 35 000 Nutzer haben sich bisher (Stand 4. Dezember, 11 Uhr) gegen die neuen Regeln und nur 3.600 dafür entschieden. Dass es überhaupt zu einer Abstimmung kommt, hat zur Voraussetzung, dass mindestens 7000 Mitglieder einen Kommentar dazu abgegeben haben.

Facebook stand wegen seiner unverständlichen Richtlinien und ständigen Änderungen der Datenschutz-Regeln in der Vergangenheit immer häufiger in der Kritik. So wurden kürzlich beispielsweise automatisch sogenannte Pärchen-Seiten eingeführt, ohne dass es viele Nutzer wussten.

vh/dpa

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