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Wettlauf um Nachwuchs

Facebook gibt jungen Nutzern neue Freiheiten

Berlin - Im Wettlauf um jugendliche Nutzer und Werbeaufträge hat Facebook wichtige Beschränkungen aufgehoben: Die Öffnung der Privatsphäre hat dabei vor allem einen geschäftlichen Hintergrund.

13 bis 17 Jahre alte Nutzer des Online-Netzwerks können seit Mittwoch ihre Beiträge der gesamten Facebook-Öffentlichkeit mitteilen, wie das Unternehmen auf seinem Blog bekanntgab. Bislang konnten Jugendliche auf Facebook ihre Kommentare, Fotos oder Links nur mit Freunden und deren Bekannten teilen.

"Teenager gehören zu den cleversten Leuten, die soziale Medien nutzen. Ob es um bürgerliches Engagement oder ihre Meinung zu Filmen geht, sie wollen gehört werden", erklärte Facebook. Mit der Öffnung der Privatsphäre reagierte das Unternehmen auch auf den Erfolg von Konkurrenznetzwerken wie Twitter, über die Jugendliche schon das gesamte Netz erreichen können.

Bei Facebook wird es aber Warnhinweise geben, dass bei einer entsprechenden Einstellung die eigenen Beiträge von jedem Nutzer gesehen werden können. "Wir nehmen die Sicherheit von Teenagern sehr ernst", erklärte Facebook. "Deswegen werden sie eine Warnung erhalten, bevor sie ihre Beiträge mit der Öffentlichkeit teilen können."

Zugleich nahm Facebook eine weitere Änderung der Datenschutzeinstellungen vor, die in die andere Richtung zielt: Bei neu eingerichteten Konten werden die Adressaten der Beiträge zunächst auf den eigenen Freundeskreis eines Jugendlichen beschränkt. Bislang gingen die Kommentare oder Bilder automatisch auch an die Kontakte der Freunde. Die Standardeinstellung kann allerdings von jedem Nutzer wieder geändert werden. Das Mindestalter, um sich bei Facebook eintragen zu können, ist 13.

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Mit der Öffnung der Privatsphäre reagierte das Unternehmen auch auf den Erfolg von Konkurrenznetzwerken wie Twitter, über die Jugendliche schon das gesamte Netz erreichen können. Der Konkurrenzkampf zwischen Facebook und dem Kurznachrichtendienst Twitter ist hart. Mitte Oktober überholte Twitter in den USA Facebook in der Beliebtheit bei Jugendlichen, wie eine Umfrage ergab. Auch in Deutschland erfreuen sich Umfragen zufolge vor allem Kurzmitteilungsdienste wie Whatsapp größerer Beliebtheit als Facebook.

AFP

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