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Facebook-Managerin Sheryl Sandberg´s Facebook-Eintrag über den Verlust ihres Mannes brachte über eine halbe Million Likes.

Ehemann verunglückt im Fitnessstudio

Nach Todesdrama: Jetzt spricht Facebook-Managerin Sandberg

San Francisco - Vier Wochen nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes verarbeitet Facebook-Managerin Sheryl Sandberg ihre Trauer und weiß das Leben nun viel mehr zu schätzen.

Einen Monat nach dem Tod ihres Mannes hat Facebook-Managerin Sheryl Sandberg ihre Trauerarbeit beschrieben. „Nach einer Tragödie gibt es die Wahl: Du kannst dich der Leere hingeben (...) oder du kannst versuchen, einen Sinn zu finden“, schrieb sie am Mittwoch in ihrem Facebook-Profil. Sie habe in den vergangenen Tagen viele Momente in dieser Leere verbracht und werde das sicher auch künftig tun. „Aber wenn ich kann, dann will ich mich für das Leben und den Sinn entscheiden.“ Im sozialen Netzwerk Facebook schrieb sie am Mittwoch (Ortszeit) zudem, die vergangenen 30 Tage hätten sich angefühlt wie 30 Jahre. "Ich bin 30 Jahre trauriger. Ich fühle mich, als wäre ich 30 Jahre weiser."

Der US-Technologieunternehmer Goldberg war am 1. Mai mit 47 Jahren nach einem Unfall in einem Fitnessstudio an einem Schädel-Hirn-Trauma gestorben. Der zweifache Vater war Chef des Onlineumfrageinstituts SurveyMonkey. Sandberg äußerte sich nun anlässlich des Endes von Scheloschim, einer Trauerphase von 30 Tagen im Judentum.

Mark Zuckerberg: "Facebook-Eintrag inspirierend"

Sie habe nach dem plötzlichen Verlust vieles gelernt, schrieb die zweifache Mutter: Hilfe zu erbitten, das Muttersein besser zu verstehen und die Vergänglichkeit aller Dinge. „Ich schaue jeden Tag auf meine Kinder und bin glücklich, dass sie am Leben sind. Ich schätze jedes Lachen, jede Umarmung.“

Zum Donnerstag brachte es der Eintrag Sandbergs auf über eine halbe Million Likes, unter anderem von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. „Deine Fähigkeit, Sinn und Klarheit zu finden, sind zutiefst inspirierend. Du bist eine unglaubliche Person“, schrieb der 31-Jährige seiner Kollegin.

"Ich will Option A"

Ihren bewegenden Brief schloss die 45-Jährige mit einer Erinnerung an eine Vater-Kind-Veranstaltung, für die ein Freund von ihr einsprang. Sie habe geweint und gesagt: "Ich will Dave. Ich will Option A." Ihr Freund habe entgegnet: "Option A gibt es nicht. Lass uns das Beste aus Option B machen." Sie versprach dann an ihren verstorbenen Mann gerichtet, sie werde in Gedenken an ihn "alles dafür tun, um das Beste aus Option B herauszuholen". "Aber ich trauere noch immer um Option A."

Today is the end of sheloshim for my beloved husband—the first thirty days. Judaism calls for a period of intense...

Posted by Sheryl Sandberg on Mittwoch, 3. Juni 2015

dpa/AFP

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