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Facebook-Nutzer sollen nun mehr Kontrolle über ihre Daten haben

Neue Funktionen bei Facebook

New York/Berlin - Das Online-Netzwerk Facebook gibt seinen Nutzern mehr Kontrolle über ihre Informationen. Die neuen Funktionen im Detail.

Unter anderem können sie künftig den Inhalt des Facebook-Profils auf den eigenen Computer herunterladen, wie Firmengründer Mark Zuckerberg am Mittwochabend ankündigte.

Auch erlaubt das Unternehmen nun, innerhalb des Netzwerks private Bereiche einzurichten. Dafür erweitert Facebook die Funktionalität von Gruppen. Diese sind derzeit für alle Mitglieder offen. Künftig gibt es zusätzlich geschlossene Gruppen, denen Nutzer beispielsweise nur mit Zustimmung des Gruppengründers beitreten können. Zudem bekommen Facebook-Mitglieder einen besseren Überblick, auf welche Informationen die Anwendungen von Drittanbietern zugreifen können - beispielsweise das populäre Spiel “Farmville“.

Die lustigsten Gruppen bei Facebook

Die lustigsten Gruppen auf Facebook

Facebook hat inzwischen mehr als 500 Millionen Mitglieder und spielt eine immer größere Rolle bei der Online-Kommunikation. In der Vergangenheit war das Netzwerk immer wieder von Datenschützern, Politikern und auch Nutzern wegen des Umgangs mit der Privatsphäre kritisiert worden. Vor allem erzürnte sie, wenn bei Umgestaltungen der Website die Voreinstellung auf “Mit allen teilen“ gesetzt war - also mit ganz Facebook. Das führte unter anderem auch dazu, dass private Fotos von Zuckerberg selbst für kurze Zeit öffentlich wurden.

Die Nutzer hätten sich mehr Möglichkeiten gewünscht, beim Teilen ihrer Informationen den Empfängerkreis genauer einzugrenzen, räumte Zuckerberg ein. “Ich würde etwas ja online mit anderen teilen, aber ich möchte das nicht gleich 250 Leuten zeigen. Oder meiner Oma. Oder meinem Chef“, umschrieb der 26-jährige Facebook-Gründer die Gedankengänge der Nutzer. Dies werde nun einfach zu regeln sein. Im Moment sind die Grundeinstellungen deutlich gröber: Man kann seine Informationen zum Beispiel nur seinen Facebook-Freunden zugänglich machen, oder auch deren Freunden oder allen.

“Wir denken, dass dies die Art grundlegend verändern wird, wie die Menschen Facebook nutzen“, sagte Zuckerberg zu der neuen Möglichkeit “geschlossener Gesellschaften“. Die Nutzer würden damit mehr Informationen über Facebook teilen. Vor kurzem startete Facebook auch in Deutschland den Dienst Places, bei dem Mitglieder ihren aktuellen Standort über Facebook mitteilen können. Auch hier kann man punktuell aussuchen, wer diese Information sehen kann.

Mit dem Umbau macht Zuckerberg einen Schritt zurück, was die Offenheit der Informationen angeht: Vor wenigen Monaten hatte er noch betont, der Trend sei nach seiner Ansicht, dass die Menschen ihre Daten immer häufiger frei zugänglich machen wollten.

Herunterladen können die Nutzer ihre Profile in Form einer komprimierten .ZIP-Datei, wie Zuckerberg dem Technologie-Blog “TechCrunch“ sagte. Derzeit könne man ausschließlich seine eigenen Daten herunterladen. Aber er sehe auch Grauzonen, was weitere Möglichkeiten angeht: “Es wird Fragen geben, warum man nicht auch Daten seiner Freunde herunterladen kann.“ Die Antwort sei derzeit, dass es eben Dateien der Freunde und nicht die eigenen seien. “Aber man kann die Daten auf Facebook sehen, also sollte man sie vielleicht auch herunterladen können.“

dpa

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