Jagd auf Handynummern?

Facebook warnt vor Geheimdienst-Hackern 

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Menlo Park - Facebook will mit einem neuen Sicherheitshinweis seine Nutzer darauf aufmerksam machen, wenn staatliche Hacker auf ihre Accounts zugreifen. Klingt toll, hat aber einen gewaltigen Haken.

Nicht erst seit jüngster Zeit wissen wir von den weitreichenden Möglichkeiten internationaler Geheimdienste, wenn es darum geht an die Daten der Bürger zu kommen. Nicht zuletzt die Facebook-Nutzer sorgen sich deshalb, und das soziale Netzwerk reagiert mit einer Nachricht, die erscheint, wenn NSA, GSHQ, BND und Co. sich eines Privat-Accounts bemächtigt haben. Die Aktion laufe bereits seit dem 16. Oktober, teilte Alex Stamos, der Sicherheitschef von Facebook, 

auf der Webseite von Facebook mit

So sieht der Warnhinweis-Banner aus, sollte Facebook den starken Verdacht haben, dass das Facebook-Konto von staatlichen Institutionen gehackt wurde.

. Stamos erklärt, Facebook wolle die Accounts der Nutzer sicherer machen, und dies sei ein weiterer Schritt dafür. "Es ist wichtig zu erwähnen, dass diese Warnung in keinster Weise bedeutet, dass das Facebook-System von solchen Hackern betroffen ist", stellte er klar. "Diese Warnung zeigt an, dass die Geräte des Nutzers offenbar mit Malware infiziert sind."

Facebook wolle damit seine Nutzer schützen beziehungsweise die schützen, die den Schutz benötigen. Damit das funktionieren kann, muss der Nutzer allerdings seine Handynummer beim sozialen Netzwerk hinterlegen. Bemerkt Facebook einen Fremdzugriff auf ein Nutzerkonto, wird ein Sicherheitscode auf das Smartphone geschickt. Damit kann sich dann in Zukunft nur noch der Nutzer selbst einloggen. 

Bei Datenschützern lässt das alle Alarmglocken läuten, denn ob Facebook seine Nutzer wirklich schützen will oder einfach nur auf deren Mobilfunknummern aus ist, weiß keiner so genau. Wie genau der als Datenkrake berüchtigte Internet-Riese bemerken will, dass ein Konto von einer staatlichen Institution gehackt wurde, verrät Stamos in der Stellungnahme nämlich nicht. Das könne aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht werden, sagt er...

mt

Rubriklistenbild: © dpa

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