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Wie gefährlich ist Fluorid in der Zahnpasta: Diese Frage verunsichert viele Deutsche.

Droht Vergiftungsgefahr?

Fluorid in Zahnpasta: Facebook-User irritiert

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München - Facebook-Nutzer verunsichert: Eine Blog-Meldung zu angeblichen Gefahren fluoridhaltiger Zahnpasta sorgt für Irritationen. Doch wie gefährlich ist Fluorid in Zahnpasta wirklich?

Eine Blog-Meldung behauptet, dass Zähneputzen mit herkömmlichen Zahnpasten den Beißerchen in Wahrheit schadet - und irritiert Nutzer von Sozialen Netzwerken. Denn: In den meisten Zahnpasten befindet sich Fluorid - und das sei eine Verbindung, welche "die Zähne massiv angreift und den Zahnschmelz langsam aber sicher zerstört", so die Meldung. Wer nicht aufpasse, könne sich sogar leicht vergiften.

Dass sich die Salze dennoch in den meisten Zahnpasten befinden, wird auf dem Blog mit einer Verschwörungstheorie erklärt: Es sei doch für Industrie, Pharmaunternehmen und Zahnärzte nur praktisch, wenn sich Menschen ihre Zähne durch fluoridhaltige Zahnpasta selbst zerstörten. Und dann viel Geld für Zahnarztbesuche ausgeben müssten. Die Industrie könne zudem die lukrativen Fluorid-Verbindungen produzieren.

Auf Facebook lassen sich viele Nutzer von der Meldung verunsichern, sie wurde schon tausende Male geteilt.

Keine gesundheitliche Gefahr bei ganz normalem Zähneputzen

Eine Panik ist jedoch völlig unnötig, sagt Jürgen Thier-Kundke vom Bundesinstitut für Risikobewertung unserem Online-Portal. Bei einer sachgerechten Anwendung sei eine Vergiftung mit Zahnpasta aufgrund der geringen Fluoridmenge nicht möglich. "Fluorid in herkömmlichen Zahnpasten ist nicht gefährlich - sonst wäre das gar nicht zugelassen", sagt er.

Solange man die Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta ganz normal putze, mit anschließendem Ausspucken, sei mit keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung zu rechnen, so Thier-Kundke. Wer Zahnpasta also nicht in großen Mengen tubenweise verspeist, muss sich keine Sorgen machen.

"Bei normalen Mengen überwiegen die positiven Auswirkungen von Fluorid", sagt Jürgen Thier-Kundke. Schutz vor Karies ist hier das passende Stichwort. Wenn Fluorid in den vorgesehenen Mengen verwendet wird, ist es also gut für die Gesundheit. Nur wenn eine deutlich zu hohe Menge an Fluorid aufgenommen wird, kann es in Extremfällen zu Vergiftungen kommen.

0,05 Milligramm Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht sind die für den menschlichen Körper ausreichenden Werte pro Tag. Was nicht bedeutet, dass eine leichte Erhöhung der Menge gleich gefährlich wäre, so der Experte. In der Regel sei in Deutschland nicht davon auszugehen, dass der Grenzwert erreicht werde.

Es gilt also eine Entwarnung in Sachen Fluorid in Zahnpasta. Lediglich Eltern von Kindern unter sechs Jahren sollten bei fluoridhaltiger Zahnpasta mit einem Gehalt von 0,1 bis 0,15 Prozent darauf achten, dass der Nachwuchs nur erbsengroße Mengen von der Paste benutzt. In diesem Alter ist die Gefahr zu groß, dass die Kleinen den Großteil der Zahnpasta verschlucken.

wei

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