Spitzname statt Klarname

Facebook plant App zu anonymen Nutzung

Berlin - Vielen ist die Daten-Sammelwut von Facebook unheimlich. Jetzt plant das weltweit größte soziale Netzwerk angeblich eine App, die Nutzern mehr Anonymität erlauben soll.

Das Netzwerk arbeite an einer Anwendung, die man unter verschiedenen Spitznamen benutzen könne, schrieb die US-Zeitung „New York Times“ am späten Dienstag. Es sei unklar, ob und wie die App mit Facebooks Online-Netzwerk verbunden sein werde. Sie solle in den kommenden Wochen erscheinen, hieß es unter Berufung auf zwei Personen mit Kenntnis der Pläne.

Facebook wollte die Informationen auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren, Facebook-Manager Chris Cox versprach jedoch, die Nutzungsbedingungen sollen anders ausgelegt werden. Nutzer könnten nun die „authentischen Namen, die sie im echten Leben verwenden“, angeben.

Der große Facebook-Knigge

Der große Facebook-Knigge

Mit einer pseudonymen App würde sich Facebook auf neuen Boden begeben. Für sein soziales Netzwerk besteht Facebook bisher darauf, dass Mitglieder sich mit ihrem echten Namen anmelden. In den Nutzungsbedingungen heißt es: „Facebook-Nutzer geben ihre wahren Namen und Daten an“. Erst kürzlich gab es Streit um diese Vorgaben, nachdem Facebook hunderte Profile von Dragqueens sowie Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern gesperrt hatte. Die Betroffenen protestierten lautstark dagegen. Facebook lenkte ein: Die Dragqueens dürfen nun unter ihren Künstlernamen auf dem Online-Netzwerk präsent sein.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa-tmn

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