Studie beweist

Twitter & Co. sind Beziehungskiller

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München - Facebook und Twitter wirken sich negativ auf Beziehungen aus. Ach, wirklich? Jetzt beweist das sogar eine Studie der Universität Missouri in den USA, obwohl das eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre.

Eifersucht ist nicht sexy. Eifersucht ist Gift für die Liebe. Deswegen tun wir vor unserer besseren Hälfte vielleicht so, als spionierten wir ihr Facebook-Profil eben nicht täglich aus und als ob es uns kalt lässt, wenn sie mit einer bestimmten Person besonders oft über Twitter oder Facebook kommuniziert. Insgeheim aber denken wir vielleicht: Warum hat er seinen Beziehungsstatus immer noch nicht geändert - und dass, obwohl wir schon seit zwei Monaten zusammen sind? Warum "liked" sie alle seine Kommentare, Posts und Fotos? Warum ist er seit zwei Jahren auf jedem ihrer Party-Fotos zu sehen, obwohl er beteuert, nie etwas mit ihr gehabt zu haben? Und warum hat sie immer noch Bilder von sich und ihrem Ex online?

Eine Studie hat es nachgewiesen. Aber war das nötig?

Dass soziale Netzwerke negative Auswirkungen auf unser Beziehungsleben haben kann, hätte eigentlich nicht noch durch eine Studie untermauert werden müssen. Trotzdem hat die Universität Missouri genau das getan: 514 Twitter-Nutzer nahmen an der Studie "Das dritte Rad: Der Einfluss der Twitter-Nutzung auf Untreue in der Beziehung und Scheidung" teil. Das berichtet das Medienportal meedia.de. Das Ergebnis ist wenig verwunderlich: "Intensive Twitter-Nutzung führt zu mehr Twitter-bezogenen Konflikten zwischen Partnern, die in Untreue, Trennung und Scheidung enden können", sagt der Doktorand Russell Clayton. Er publizierte die von ihm durchgeführte Studie in dem Fachmagazin "Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking".

In der Liebe lieber "offline" bleiben

Laut vieler Sozial-Psychologen bedienten soziale Netzwerke zwei Seiten im Menschen: Zum einen das Bedürfnis nach Nähe und zum anderen den Wunsch, sich selbst darzustellen. Für (eingebildete) Nähe sorgt beispielsweise eine Terminologie mit Worten wie "Freunde" und "Freundschaft". Feedback durch Like-Optionen und die Möglichkeit, sich selbst zu äußern, erlauben eine Selbstdarstellung und Positionierung in der Gesellschaft. Kurz: Für die Pflege von Freundschaften, Kontakten und Bekanntschaften sind soziale Netzwerke überaus nützlich. Um auch in der Liebe erfolgreich zu bleiben, sollte man hier aber besser offline bleiben. Im wahrsten Sinne des Wortes.

maz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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