+
Facebook auf Persisch: So soll die weltweite Kommunikation vereinfacht werden.

Iran-Konflikt: Das Internet bezieht Position

Um den Iranern weiterhin Sprachrohr zu sein, haben die zwei Internetriesen Facebook und Google ihr Sprachangebot um Persisch erweitert. Sie sind nicht die ersten, die im Iran-Konflikt Hilfe anbieten.

Reporter werden ausgewiesen, Journalisten dürfen nicht von den Straßen berichten: Die iranische Regierung hat ihre Finger im Spiel mit den Informationen. Doch in Zeiten des Internet ist eine Zensur nachträglich kaum mehr möglich. Nach Twitter und der Pirate Bay haben sich nun auch Facebook und Google auf die Seite der Demonstranten geschlagen.

Das soziale Netzwerk Facebook ist in den Tagen der Wahl im Iran und danach eine wichtige Plattform für den Informationsaustausch geworden. Seit vergangenem Donnerstag ist der Dienst auch auf persisch verfügbar, schrieb Facebook-Entwickler Eric Kwan im Blog der Seite. Persisch ist die meistgenutzte Sprache im Iran.

Um einen Informationsaustausch auch über die Grenzen hinweg zu ermöglichen, hat der Internetsuchdienst Google sein Übersetzungsangebot um Persisch (Farsi) erweitert. Die Erklärung im Google-Blog: „Google Translate ist neben Angeboten wie Youtube noch ein Werkzeug, mit denen persisch Sprechende direkt mit der Welt kommunizieren können - und vice versa.“ Der Dienst übersetzt nun ins Englische und zurück. Für eine Deutsche Übersetzung muss man den Umweg über kleinere Seiten wie das Freie Wörterbuch gehen.

In der vergangenen Woche hatte sich schon das Torrent-Portal Pirate Bay positioniert und benannte sich kurzerhand um in „The Persian Bay“. Es verlinkte auf eine Seite, die eine sichere, anonyme Kommunikation gewähren soll.

Der Kurznachrichtendienst Twitter bezieht zwar keine klare Position, ist sich seiner Bedeutung im Nachrichtenaustausch jedoch sicher. Deshalb verschob er Wartungsarbeiten, um den Dienst während der weltweit wichtigen Vorgänge im Iran am Laufen zu halten. Das tat er übrigens nicht auf Anweisung der US-Regierung, sondern aus eigenem Antrieb, erklärte Twitter-Mitbegründer Biz Stone im Blog. (via)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zettelwirtschaft adé: Was das Smartphone als Notizbuch taugt
Ob Einkaufsliste, ein Buchtitel oder das lustige Wort, das das Kind gerade gesagt hat: Viele Menschen notieren sich in ihrem Alltag Dinge. Smartphones ersetzen hier …
Zettelwirtschaft adé: Was das Smartphone als Notizbuch taugt
Tricks für eine längere Akku-Laufzeit des Smartphones
Handy-Akkus sind empfindliche Geschöpfe. Sie leeren sich zu schnell, gehen kaputt und haben ihre eigenen Regeln. Wer diese jedoch beachtet, kann das Beste aus seinem …
Tricks für eine längere Akku-Laufzeit des Smartphones
Internetgeschwindigkeit mit Test überprüfen
Vielen Internetnutzern kommt die Surfgeschwindigkeit oft zu langsam vor. Liegt es nur an der Ungeduld oder stehen tatsächlich weniger Datenübertragungsraten bereit? Bei …
Internetgeschwindigkeit mit Test überprüfen
Neue Leica M10: Messsucherkamera mit WLAN
Minimalist mit Spezialkönnen: Dank eines neuen Mikrolinsensystems ist bei der überarbeiteten Leica M10 das Fotografieren im schrägen Einfallswinkel ohne Qualitätsverlust …
Neue Leica M10: Messsucherkamera mit WLAN

Kommentare